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ChatGPT Plus: Codex und Chat teilen sich ab Dezember ein Kontingent

Aufgeklappter Laptop mit Programmcode auf dem Bildschirm in einem dunklen Raum mit blauem Licht
ⓘ Nemuel Sereti / Pexels
Wer viel mit Codex programmiert, verbraucht ab Dezember dasselbe Kontingent wie im ChatGPT-Chat. Normale Instant-Chats zählen nicht mit. (Symbolbild)
Ab Dezember zählen ChatGPT und Codex bei Plus, Pro und Business auf dasselbe Nutzungskontingent. Abgerechnet wird nach Tokens, aufwendige Modelle und Agenten-Aufgaben kosten mehr. Normale Chats mit Instant bleiben außen vor. Wir erklären, was sich ändert, was OpenAI noch offenlässt und wo du deinen Verbrauch siehst.

OpenAI baut die Nutzungsgrenzen in ChatGPT um. Ab Dezember greifen ChatGPT und der Programmier-Agent Codex in den Tarifen Plus, Pro und Business auf ein gemeinsames Kontingent zu. So steht es in einem Hilfeartikel von OpenAI, der am 2. November aktualisiert wurde. Als Grund nennt das Unternehmen, dass die Agenten-Funktionen aus dem Bereich Work in die normale ChatGPT-Oberfläche wandern. Einen genauen Starttag gibt es noch nicht.

Tokens statt getrennter Zähler

Gemessen wird künftig in Tokens, also den Text-Einheiten, die ein Modell liest und erzeugt. Wie schnell das Kontingent schrumpft, hängt vom gewählten Modell und von der Aufgabe ab. Fortgeschrittene Modelle und komplexe Aufträge verbrauchen laut OpenAI mehr. Wer abends eine lange Programmier-Session in Codex fährt, hat danach also weniger Spielraum für aufwendige Anfragen im Chat, und umgekehrt. Bisher liefen Chat, Work und Codex über getrennte Zähler, dazu kamen eigene Grenzen für Bilder, Sprache und Datei-Uploads, wie Trending Topics zusammenfasst. Für Plus gelten seit Ende August wieder Fünf-Stunden-Fenster für Codex und Work plus ein Wochenkontingent.

Eine wichtige Ausnahme gibt es. Normale Chats mit dem Standardmodell Instant zählen nicht gegen das gemeinsame Kontingent. Wer ChatGPT vor allem für Alltagsfragen nutzt, dürfte vom Umbau deshalb wenig merken, zumal OpenAI nach eigener Aussage erwartet, dass die meisten Nutzer nicht häufiger auf ein Zurücksetzen warten müssen als heute.

Was OpenAI noch nicht verrät

Wie groß das gemeinsame Kontingent je Tarif ausfällt, steht nirgends. Offen ist auch, wie oft es sich zurücksetzt und was mit Free und Go passiert, die der Hilfeartikel gar nicht erwähnt. Ist das Kontingent aufgebraucht, bleiben drei Wege. Du wartest auf das Zurücksetzen, wechselst in einen teureren Tarif oder kaufst Credits für die berechtigten Funktionen. Was die Abos selbst kosten, haben wir gerade im Preisvergleich der KI-Abos zusammengetragen. Im OpenAI-Forum sammelt ein Thread mit der Bitte, die Limits getrennt zu lassen, bereits über hundert Beiträge. The Decoder sieht in dem Schritt das Ende der Flatrate, die es laut dem Magazin ohnehin nur auf dem Papier gab.

Anthropic geht denselben Weg schon länger. Bei Claude zählen Chat, Cowork und Claude Code auf dieselben Limits, für Vielnutzer gibt es dort inzwischen Claude Ultra ohne Fünf-Stunden-Grenze.

So behältst du den Verbrauch im Blick

Das gemeinsame Restkontingent und die Zeit bis zum nächsten Zurücksetzen zeigt ChatGPT künftig unter Einstellungen und dann Nutzung an. Wer Codex regelmäßig einsetzt, sollte dort nach dem Start im Dezember ein paar Tage mitlesen, bevor er Credits kauft. Für schnelle Fragen lohnt sich bewusst Instant, weil diese Chats das Kontingent schonen. Am meisten betrifft das alle, die mit den großen Modellen arbeiten, die OpenAI Plus-Nutzern zum Start teils nur in Work und Codex freigeschaltet hat.

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Autor: Steffen Zahn,  3.11.2026 (Update:  3.11.2026)