ChatGPT Plus in fremden Apps: Abmelden stoppt den Verbrauch nicht

OpenAI hat auf seiner Entwicklerkonferenz DevDay am Dienstag eine neue Verwendung für das ChatGPT-Abo vorgestellt. Wer Plus oder Pro bezahlt, kann sich bei teilnehmenden Apps mit seinem ChatGPT-Konto anmelden und ihnen erlauben, KI-Anfragen über das eigene Abo abzurechnen. Zum Start nennt OpenAI 16 Partner, darunter Devin von Cognition, Notion, Vercel, T3, OpenClaw und Dactyl. In den Versionshinweisen spricht OpenAI von einer begrenzten Vorschau mit ausgewählten Integrationen. Einen eigenen API-Schlüssel braucht man dafür nicht.
Was die App sieht und was sie verbraucht
Beim Anmelden bekommt die App laut OpenAI deinen Namen, deine E-Mail-Adresse und dein Profilbild. Chats, Erinnerungen und API-Schlüssel gibt die Verbindung nicht weiter, weitere Berechtigungen fragt die App separat ab. Die Anfragen der App zählen gegen das Kontingent, das im Abo für ChatGPT Work und Codex steckt. Wie schnell es schrumpft, hängt nach OpenAIs Hilfeseite von der App und der Aufgabe ab. Welche Aktionen die App im Einzelnen ausgelöst hat, zeigen die Einstellungen nicht. Sichtbar ist nur, wie viel sie verbraucht hat.
Ein Wochenlimit pro App setzen
Unter Einstellungen und Nutzung lässt sich für jede verbundene App eine Obergrenze festlegen. Sie gilt pro Woche und legt fest, welchen Anteil des gesamten Wochenkontingents die App aufbrauchen darf. Mehr Kontingent gibt es dadurch nicht. Ist das Abo aufgebraucht, dürfen Apps zusätzlich auf gekaufte Credits zugreifen, allerdings nur, wenn du das ausdrücklich erlaubt hast und die App auf 100 Prozent steht. Ab Werk ist diese Option aus. OpenAI rät, vorher die automatischen Credit-Käufe zu prüfen, weil sonst Kosten ohne gesonderte Benachrichtigung entstehen können.
Abmelden reicht nicht
Wer sich in der App abmeldet, beendet nur die Sitzung dort. Die App bleibt mit ChatGPT verbunden und darf das Abo weiter nutzen. Getrennt wird die Verbindung in ChatGPT unter Einstellungen, Sicherheit und Anmeldung, im Abschnitt „Mit ChatGPT anmelden“. Der Eintrag war am Mittwoch auch in einem kostenlosen Konto aus Deutschland zu finden. Bereits verbrauchtes Kontingent kommt durch das Trennen nicht zurück, und Daten, die die App schon erhalten hat, löscht sie dadurch nicht. Dafür muss man sich an den Anbieter der App wenden. Bei Mit Google anmelden ist es ähnlich, auch dort entzieht das Löschen einer App ihr den Zugriff nicht, das muss man im Google-Konto selbst erledigen.






