CopprLink schlägt OCuLink in neuem RTX 5090 eGPU-Test

PCI-SIG hat CopprLink bereits im Mai 2024 vorgestellt, und bisher hat sich die Schnittstelle nicht so breit durchgesetzt wie OCuLink oder USB4. Sie bietet jedoch mehr Leistung. Wie das Konsortium bei der Vorstellung hervorgehoben hat, unterstützt die neue Schnittstelle derzeit Datenraten von bis zu 64 GT/s.
Zum Vergleich: OCuLink 4.0 kann 16 GT/s pro Lane erreichen. Dieser Unterschied sollte mit CopprLink zu einer deutlich besseren eGPU-Leistung führen, und PCWorld hat das nun bestätigt.
PCWorld hat ein CopprLink-Setup mit einer Nvidia GeForce RTX 5090 Desktop-Grafikkarte getestet. Verwendet worden ist dabei HighPoints RocketStor 8631D, das auf CopprLink-Kabel setzt. Anders als bei einem gewöhnlichen eGPU-Setup lässt sich dieses System jedoch nicht direkt mit einem Desktop-PC, Laptop oder Gaming-Handheld verbinden.
Stattdessen benötigt der Host-PC einen dedizierten Hochleistungsadapter, der eine PCIe-Gen-5-x16-Verbindung bereitstellt. Das erklärt weitgehend, warum CopprLink im eGPU-Bereich für Endverbraucher bislang nicht so beliebt geworden ist wie OCuLink.
Bei den Benchmarks von PCWorld hat sich ein durchschnittlicher Leistungsverlust von rund 2,29 Prozent gegenüber nativer Leistung gezeigt. Zum Vergleich: Ein Test von Golden Pig Upgrade aus dem Jahr 2024 hat hervorgehoben, dass der Leistungsverlust mit OCuLink nahe an 23 Prozent liegen kann.
Auch wenn CopprLink durch diesen Leistungsunterschied klar vorn liegt, sollte beachtet werden, dass sich sowohl das eGPU-Gehäuse als auch der Adapter im Premium-Segment bewegen. Konkret kostet das RocketStor-8631D-Dock umgerechnet rund 1.100 Euro, während die Adapterkarte mit 900 Euro zu Buche schlägt. Weitere Details zum Test sind im unten eingebundenen Video von PCWorld zu sehen.


