DRAM-Krise: Raspberry Pi 5 wird weitere 80 US-Dollar teurer

Nachdem der Preis des Raspberry Pi 5 mit 2 GB Arbeitsspeicher erst Anfang Oktober erhöht wurde, kündigt die Raspberry Pi Foundation nun eine Preiserhöhung für das Topmodell mit 16 GB RAM an. Die unverbindliche Preisempfehlung steigt von 305 US-Dollar auf 385 US-Dollar, also um 26 Prozent. BerryBase veranschlagt für dieses Modell hierzulande bereits einen Preis von 415,90 Euro, im Preisvergleich sind allerdings noch Angebote zu Preisen ab 332,99 Euro zu finden.
Das Raspberry Pi Compute Module 5 mit 16 GB RAM wird um 40 US-Dollar teurer. Immerhin bleibt der Preis des Raspberry Pi 500+ Tastatur-Computers unabhängig von der Arbeitsspeicher-Konfiguration unverändert. Die Raspberry Pi Foundation betont, dass diese Preiserhöhungen der DRAM-Krise und den dadurch steigenden Produktionskosten geschuldet sind. Lieferanten zu diversifizieren reicht aber nicht mehr aus, um eine Preiserhöhung bei den Varianten mit 16 GB RAM zu vermeiden, da derzeit kaum alternative Bezugsquellen für die Speicherchips mit hoher Dichte verfügbar sind.
Sobald die DRAM-Krise vorüber ist, sollen die Preise für alle Raspberry Pi Produkte wieder gesenkt werden. Allerdings kann sich die Krise durch die anhaltend hohe Nachfrage durch KI-Datenzentren noch Jahre hinziehen. Unterdessen empfiehlt die Raspberry Pi Foundation, dass Kunden prüfen sollen, ob Modelle mit weniger Arbeitsspeicher die Anforderungen auch erfüllen können, indem Software für einen geringeren RAM-Bedarf optimiert wird. Das Unternehmen rät davon ab, einen Raspberry Pi aus inoffiziellen Quellen zu kaufen, da derzeit im Handel nicht nur überteuerte Preise veranschlagt werden können, sondern teils auch Modelle mit mehr RAM beworben werden, als diese tatsächlich besitzen.







