Familie leert Akku: Bastler bewaffnet Steam Deck mit Stacheln und Elektroschocker

Ein Steam Deck-Besitzer hatte genug davon, dass Familienmitglieder regelmäßig seinen Handheld benutzten, den Akku leer spielten und ihn dann nicht wieder aufluden. Anstatt die Konsole einfach wegzuschließen oder mit einem PIN zu schützen, tüftelte Reddit-Nutzer u/ConroyyJenkinss eine deutlich aufwändigere Lösung aus: eine automatische Abwehranlage mit Stacheln, Kamera und Elektroschocker.

Stacheln, Kamera und Elektroschocker
Wie der Nutzer auf Reddit erklärt, modellierte er zunächst in Blender eine orangefarbene Schutzhülle und druckte diese anschließend per 3D-Druck. Mit den langen Spitzen dürfte der Handheld nicht mehr besonders gut in der Hand liegen. Damit gab sich der Bastler jedoch nicht zufrieden. Zusätzlich verbaute er einen Raspberry Pi, einen kleinen Lautsprecher, eine Kamera zur Objekterkennung und einen Servomotor.
Ein selbst geschriebenes Python-Skript erkennt Personen vor dem Steam Deck. Laut dem Ersteller spielt der Lautsprecher zunächst einen nicht näher beschriebenen, albernen Audioclip ab. Im veröffentlichten GIF ist dieser allerdings nicht zu hören. Wenige Sekunden später betätigt der Servomotor einen Elektroschocker, dessen lautes Knattern potenzielle Nutzer abschrecken soll. Echte Stromschläge scheint die Konstruktion dem Video zufolge aber nicht zu verteilen.
Konstruktion erfüllt offenbar ihren Zweck
Laut dem Erfinder erfüllt das ungewöhnliche Sicherheitssystem seinen Zweck: Niemand fasse sein Steam Deck (derzeit 580 Euro auf Amazon) noch an. Besonders alltagstauglich ist die Konstruktion aber nicht. Wenn u/ConroyyJenkinss seinen Handheld selbst nutzen möchte, muss er zunächst den Elektroschocker deaktivieren und die Stachelhülle entfernen. Dies sei zwar umständlich, für ihn aber dennoch die Mühe wert.
In der Kommentarsektion auf Reddit reagieren Nutzer überwiegend amüsiert auf die kuriose Konstruktion. Viele Nutzer feiern den Einfallsreichtum des Bastlers, merken aber auch an, dass eine PIN, ein Vorhängeschloss oder ein gutes Versteck wohl deutlich einfacher gewesen wären. Einige Nutzer fragen sich zudem, wie der Raspberry Pi mit Strom versorgt wird. Sollte dieser seinen Strom über das Steam Deck beziehen, würde er ironischerweise den Akku leeren, den das Sicherheitssystem zu schützen versucht.
















