Sony soll Übernahme von Objektiv-Hersteller für über eine Milliarde Euro planen

Wie Diamond Online Japan von Sony-internen Quellen in Erfahrung bringen konnte, soll der japanische Technologiekonzern die Übernahme von Tamron planen, und zwar für rund 200 Milliarden Yen, was umgerechnet rund 1,07 Milliarden Euro entspricht. Tamron hat an der Börse derzeit eine Marktkapitalisierung von 193,69 Milliarden Yen. Sony und Tamron wollten diesen Bericht bisher weder bestätigen noch dementieren.
Sony hält bereits rund 15 Prozent der Anteile an Tamron. Eine Übernahme würde Sony die Kontrolle über das beliebte Objektiv-Portfolio von Tamron verschaffen, das derzeit nicht nur Objektive für Sony-Kameras wie die Sony A7 IV (ca. 2.000 Euro auf Amazon) umfasst, sondern auch Objektive für das Nikon Z-, das Canon RF- und das Fujifilm X-System. Tamron ist vor allem für lichtstarke Zoom-Objektive bekannt, vom ultraweiten 12 – 20 mm f/2.8 bis hin zum vielseitigen 35 – 150 mm f/2.0 – 2.8. Der Hersteller bietet aber auch Festbrennweiten an, wie das 90 mm f/2.8 Makro-Objektiv oder das kompakte 20 mm f/2.8, das eine besonders kurze Mindestfokus-Distanz aufweist.
Während eine Übernahme das Sony Alpha Kamera-System nachhaltig stärken könnte, ist denkbar, dass Tamron-Objektive nach einer Übernahme durch Sony nicht mehr für Kameras anderer Hersteller angeboten werden, wodurch die Objektiv-Auswahl für Nutzer einer Nikon-, Fujifilm- oder Canon-Kamera eingeschränkt werden könnte. Eine Übernahme dieser Größenordnung abzuschließen, dauert üblicherweise mehrere Monate bis Jahre, und erfordert eine Freigabe durch Kartellbehörden.







