„PSBlackout“: Großer Boykott im August soll Sony von Disc-Aus abbringen

Sony plant, die Produktion physischer Spiele ab Januar 2028 einzustellen. Ein großer Teil der Community wehrt sich jedoch entschieden dagegen. Nachdem zahlreiche unter anderem auf Reddit dokumentierte Kündigungen von PS+-Mitgliedschaften Sony nicht zum Einlenken bewegt haben, planen Gamer nun den nächsten Schritt: Unter dem Hashtag #PSBlackout ruft die Initiative „Does it Play“ auf X zu einem einwöchigen PlayStation-Boykott auf.
Zwischen dem 23. und 30. August sollen PlayStation-Besitzer ihre Konsolen nicht einschalten und weder Spiele noch andere PlayStation-Produkte kaufen. Damit will man den Druck auf Sony erhöhen und den Konzern zum Festhalten an physischen Spielen bewegen. Auf Reddit bezweifeln allerdings viele, dass der einwöchige Boykott tatsächlich etwas bewirken wird.
Insider Gaming hält den Boykott für wirkungslos
Auch bei Insider Gaming sieht man offenbar keine großen Chancen dafür, dass Sony den Boykott überhaupt bemerken wird. Einige Tausend abgeschaltete Konsolen würden bei über 120 Millionen PSN-Nutzern kaum ins Gewicht fallen. Durch die geringere Serverauslastung könnte Sony theoretisch sogar Geld sparen, schreibt Grant Taylor-Hill von Insider Gaming.
Auch der Zeitpunkt erscheint nicht sehr günstig gewählt: Während der Protestwoche erscheint kein großes PlayStation-Spiel. Ein Boykott im Zeitraum einer großen Exklusivveröffentlichung, wie zum Beispiel Marvel’s Wolverine (auf Amazon vorbestellbar) am 15. September 2026, hätte wohl mehr Wirkung – dürfte vielen Fans aber schwerer fallen. Das heißt zwar nicht, dass die Community mit dem PSBlackout kein Zeichen setzen kann, für ein Umdenken seitens Sony müssten Spieler ihr Kaufverhalten aber wahrscheinlich dauerhaft anpassen.
Quelle(n)
Does it Play? über X (ehemals Twitter)










