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Dell Studio XPS 13 / XPS 16 Hands-On Test

Performance meets Design.

Seit der Einführung der XPS Notebook Serie von Dell, wurde der Launch neuer Modelle in der Fangemeinde leistungsfähiger Multimedianotebooks stets mit überaus großem Interesse verfolgt. Auch dieses Mal machte es Dell besonders spannend, stand doch nicht nur ein Plattform Wechsel sondern auch eine Neuausrichtung der Geräte am Programm. Mit dem Zusatz Studio verweist Dell nunmehr auf die deutlich höherwertige Multimedia-Ausrichtung der neuen XPS 13 und XPS 16 Modelle.

Dell Studio XPS
Dell Studio XPS
Dell Studio XPS

Beim Dell Studio XPS 13 und 16 handelt es sich nicht um die Nachfolger der bisherigen XPS 1330 und 1530 Notebooks wie man annehmen könnte. Nein, Dell gibt an diese neben den bestehenden XPS Modellen positionieren zu wollen wobei die aktuelle XPS Reihe vorerst bestehen bleibt. Als Unterschied zu den aktuellen XPS Modellen wird vor allem ein höherer Anspruch bei Verarbeitungsqualität und beim Design genannt. Der Leistungsgedanke soll dabei nicht mehr zwingend im Vordergrund stehen.

Ein umfangreicher Test des Dell Studio XPS 13 als auch des Studio XPS 16 ist mittlerweile ebenso auf notebookcheck.com verfügbar.

Gehäuse

Bei den verwendeten Materialien kommt ein Mix auch Hochglanzlackierten Kunststoffbauteilen, Aluminium Druckguss Teile sowie Leder zum Einsatz. Vorerst werden die beiden XPS Modelle nur im schwarzen Standarddesign verfügbar sein, eine weiße Variante sowie ein Modell mit Holzapplikationen sollen in erster Instanz folgen. Später werden dann noch weitere Farbvarianten bis hin zu speziell designten Displaydeckeln hinzukommen. Mit dem neuen Displaydeckel fällt auch das bisherige Dell Logo endgültig weg. Dieses wird nunmehr als Lackschicht aufgetragen und mit einer Hochglanzschichte überzogen. Berichte von verloren gegangenen Logos sollten damit Geschichte sein.

Dell beteuert, vor allem im Bereich der Spaltmaße, die nicht unbedingt die Stärke der aktuellen XPS Reihe waren, deutlich nachbessern zu wollen.
Auch die Bodenplatte des Notebooks wurde komplett neu konzipiert. Anstatt einzelner Wartungsöffnungen bietet man nun ähnlich den neuen Latitude Serien eine einzelne große Klappe an, die die Arbeit an einzelnen Hardwarekomponenten wesentlich vereinfacht.

Aufgefallen an den neuen Studio XPS Modellen sind auch zahlreiche kleine Details wie etwa den Lüftungsöffnungen an der Unterseite in X-Struktur oder aber die neu gestalteten Gummifüße der Notebooks die nunmehr eine deutlich bessere Haftung auf der jeweiligen Standfläche bieten.

Insgesamt kann das Design als durchaus attraktiv beschrieben werden. Vor allem die Ledereinsätze am Displaydeckel konnten sowohl optisch als auch in praktischer Hinsicht überzeugen. Hier lässt sich das Notebook problemlos anpacken ohne störende Fingerabdrücke am lackierten Displaydeckel zu hinterlassen.

Dell Studio XPS
Dell Studio XPS
Dell Studio XPS
Dell Studio XPS
Dell Studie XPS Reihe

Anschlüsse

Nahezu keine Kompromisse geht Dell bei der Anschlussausstattung der beiden Multimedia Boliden ein. So findet man auf beiden Geräten etwa einen digitalen Display Port sowie einen HDMI Ausgang. Auch ein eSATA Port ist bei beiden Modellen vertreten, was den Anschluss einer externen Festplatte über eine leistungsfähige Verbindung ermöglicht.

Die angebotenen USB Ports sind durchwegs als „powered USB Ports“ ausgeführt, die etwa eine Ladefunktion für externe Geräte, etwa Handys, auch im ausgeschalteten Zustand des Notebooks ermöglichen. Ein ungewolltes Entleeren des Hauptakkus kann durch entsprechende Optionen im Bios verhindert werden.

Um die Kabelgebundene Kommunikation im Netzwerk kümmert sich eine Gigabit LAN Verbindung sowie wahlweise WLAN Draft-n und Bluetooth. Weiters sind beide Modelle mit UMTS/HSDPA Breitband Internet verfügbar. Sämtliche Antennen und Verkabelungen dafür sind in den Notebooks Ausstattungsunabhängig vorinstalliert (HSDPA, WLAN Draft-n, DVB-T, Wireless USB,..), womit auch eine nachträgliche Aufrüstung kein Problem darstellt.

Blu-Ray wird bei dem größeren XPS 16 Modell auf jeden Fall verfügbar sein. Der Aufpreis zu einem herkömmlichen DVD/RW Laufwerk liegt bei 140.- Euro. Bei 13" Modellen wird Blu-Ray vorerst nicht verfügbar sein, eine nachtäglich angebotene Option wird allerdings nicht ausgeschlossen.
Dank der CIR Ausstattung bei allen Modellen, kann zusammen mit der Fernbedienung im ExpressCard Format das Notebook auch bequem vom Sofa aus bedient werden.

Ein interessantes neues Feature hat sich Dell auch beim Thema Datensicherheit überlegt. So wird bei den Studio XPS Modellen auf eine Gesichtserkennung über die Webcam anstatt des obligaten Fingerprint Scanners gesetzt. Die Software soll dabei auch lernfähig sein, und etwa Veränderungen der Frisur akzeptieren. Man darf gespannt sein, ob auch nach einer etwas turbulenteren Nacht das Login im „James Bond Style“ noch einwandfrei funktioniert. Auf jeden Fall handelt es sich auch hier um eine Standardausstattung ohne Aufpreis.

Dell Studio XPS Ports
Dell Studio XPS Ports
großzügige Anschlussausstattung der Dell Studie XPS Modelle

Eingabegeräte

Die bei beiden Modellen überaus eben gestaltete Tastatur verfügt über eine Hintergrundbeleuchtung in 3 Stufen (aus, mittel, hell). Auch das Touchpad wird an dessen Rändern beleuchtet werden. Im Gegenteil zu aktuellen Modellen wird auch die Tastaturbeleuchtung zum Standard und ohne Aufpreis verfügbar sein.

Dell Studio XPS Tastatur
Dell Studio XPS Tastatur
Im Dell Studio XPS 13 und 16 dürfte die selbe Eingabeeinheit zur Anwendung kommen

Display

Sowohl beim 13-Zoll Modell als auch in der 16-Zoll Variante setzt Dell bei der kommenden Studio XPS Generation auf ein vollflächig verspiegeltes und planes Display (Edge to Edge Design). Auch dies kann als klares Bekenntnis von Dell zu Multimedia Anwendungen wie etwa Bild- und Videobearbeitung gesehen werden, wo vor allem ein farbkräftiges und kontrastreiches Bild gefordert wird. In Punkto Outdoorfähigkeit und Officetauglichkeit verweist Dell auf Modelle der weiteren verfügbaren Serien.

Im Studio XPS 13 kommt in der Basisausstattung ein 13“ Panel mit einer Auflösung von 1280x800 Pixel (WXGA) zur Anwendung. Während in der Einstiegsvariante die herkömmliche CCFL Technik für die Beleuchtung des Displays sorgt, kann gegen einen Aufpreis von 70.- Euro auch LED Technologie geordert werden, die in der Regel eine bessere Helligkeit sowie Ausleuchtung bietet.

Im Dell Studio XPS 16 beginnt der aktuelle Display Reigen mit einem 720p HD-Display mit einer Auflösung von 1366x768 Pixel und LED Beleuchtung. Die Topvariante markiert allerdings ein Full HD Panel mit einer Auflösung von 1920x1080 Pixel und RGB-LED Hintergrundbeleuchtung. Diese Technologie ermöglicht die Darstellung eines besonders großen Farbraumes, womit das Panel insbesondere für Multimedia-Enthusiasten von besonderem Interesse sein sollte. Der Aufpreis von rund 180.- Euro sollte dabei eine durchaus überwindbare Hürde darstellen. Als Helligkeit gibt Dell vorerst einen Richtwert von 300-400 cd/m² an. Genaueres werden allerdings unsere Tests zeigen.

Dell Studio XPS 13
Dell Studio XPS 16
WXGA Display im Studio XPS 13 und HD/Full-HD RGB-LED Panel im Studio XPS 16

Leistung

Das Dell Studio XPS basiert auf den GeForce 9400M (G) Chipsatz von Nvidia (MCP79MX) bekannt aus dem Apple MacBook (Pro) Unibody Notebooks. Dieser bietet eine integrierte Grafikeinheit, die eine für mGPUs hervorragende Grafikleistung bietet (auf Niveau dedizierter Einsteigergrafikkarten).

Für einen Aufpreis von derzeit 80 Euro kann man das Studio XPS 13 auch mit so genannter GeForce 9500M (GE) Grafiklösung erwerben. Dies bezeichnet eine zusätzliche dedizierte GeForce 9300M GS oder 9200M GS (nach den Spezifikationen eher eine 9300M GS) mit 256 MB GDDR3 in Hybrid SLI Verbindung (HybridPower & GeForceBoost) mit der 9400M G onboard Grafikkarte. Dadurch sollte die Leistung noch etwas verbessert werden und in Mittelklasseregionen vorstoßen (jedoch mit den Nachteilen von SLI wie Microruckler und geringe Gewinne bei manchen Spielen). Laut Dell soll das Studio XPS 13 mit der 9500M Lösung etwa 3300 Punkte im 3DMark06 erreichen. Dies wäre in etwa das Niveau der 8600M GT!

Vorteil der Hybrid SLI Lösung ist weiters der GeForceBoost Modus, in dem nur bei Bedarf die dedizierte Grafikkarte hinzugeschaltet wird. Dadurch kann man im Akkubetrieb ohne große Grafikansprüche längere Laufzeiten erzielen. Das Umschalten kann über die Energieoptionen des Betriebssystems gewählt werden (manuell).

Hinsichtlich CPU setzt das Studio XPS 13 auf aktuelle Prozessoren von Intel. Zur Anwendung kommen allerdings nur die P-Modelle mit einem TDP Wert von 25 Watt. Dies ist notwendig, da das überaus flache Gehäuse nur für diese Kategorie zertifiziert ist und für Chips mit höherer Abwärme die Kühlung nicht mehr gewährleistet werden kann.

Etwas leistungsorientierter geht es beim größeren Dell Studio XPS 16 zur Sache. Hier sorgt eine ATI Mobility Radeon HD 3670 Grafikkarte mit 512MB Videospeicher für eine entsprechende Performance. Dabei handelt es sich um eine höher getaktete HD 3650 Grafikkarte, deren Performance ebenso in etwa im Bereich einer 9500M GS Grafiklösung zu liegen kommt.

Mehr Power steht bei den Prozessoren für das Studio XPS 16 Notebook zur Verfügung. Zur Anwendung kommen ebenso Vertreter der aktuellen Intel Core 2 Duo CPU Palette (Penryn) wobei mit der T9600 CPU (2.8 Ghz, 6MB L2-Cache) ein besonders kraftvoller Chip als höchste Ausstattungsvariante zur Verfügung steht.

Wie bei der aktuellen XPS Modellreihe ist jedoch auch bei den neuen Studio XPS Modellen nicht auszuschließen, dass es im Laufe der kommenden Monate Updates bei den verfügbaren CPUs und Grafikchips geben wird.

Sound

Im 16-Zoll Modell verbaut Dell hochwertige Speaker an der Oberseite des Gehäuses links und rechts neben der Tastatur. Hinzu kommt ein Subwoofer an der Unterseite des Notebooks. Damit soll der 2.1 Sound bereits erhöhten Multimedia Anforderungen gerecht werden.
Über die 3.5mm Klinke bzw. den HDMI Port kann das Notebook außerdem ein 5.1 Signal ausgeben.

Das Studio XPS 16 ist auch mit integrierten DVB-T Tuner erhältlich. Beim 13-Zoll Pendant ist die Verfügbarkeit noch nicht abgeklärt.

Dell Studio XPS 13 Hands-On

Dell Studio XPS 13

Das gezeigte Pre-Sample des Dell Studio XPS 13 präsentierte sich beim ersten Kontakt überaus kompakt wobei vor allem das flache Gehäuse für Sympathien sorgte. Auch die Materialwahl vermochte durchaus zu überzeugen, insbesondere die Ledereinlagen auf der Rückseite des Displays. Die Leder Applikationen sehen nicht nur gediegen aus und fühlen sich gut an, sie haben durchaus auch einen praktischen Nutzen. Hier lässt sich das Notebook mühelos anpacken und sicher herumtragen. Dass hierbei keine Fingerabdrücke am Gehäuse zurückbleiben ist ebenso positiv zu werten.

Auch hinsichtlich Stabilität konnte bereits das Pre-Sample überzeugen. Sowohl die Baseunit selbst als auch der Bildschirm wiesen eine gute Stabilität auf. Knarrgeräusche beim Hantieren mit dem Notebook blieben aus. Einziger Kritikpunkt wären die Displayscharniere, die den Bildschirm mit etwas zu wenig Kraft im geschlossenen Zustand halten. Dies kann sich allerdings bei den finalen, für den Verkauf bestimmten Geräten noch ändern.

Die verbaute Tastatur zeigte eine absolut plane Oberfläche und könnte aus diesem Grund eventuell eine gewisse Eingewöhnungszeit verlangen. Beim Tippgefühl fiel vor allem ein durchwegs kurzer Hubweg bei gut dosiertem Druckwiderstand auf. Gut erkennbar sind nunmehr auch die beleuchteten berührungssensitiven Touch Mediatasten oberhalb der Tastatur. In diesem Bereich ist allerdings verstärkt mit Verschmutzungen und Fingerabdrücken zu rechnen.

Im ausgestellten Pre-Sample kam ein WXGA Panel, vermutlich mit CCFL Beleuchtung zum Einsatz. Das Bild wirkte nur mäßig hell und auch die Blickwinkel sind bestenfalls als durchschnittlich zu bewerten. Genaue Ergebnisse und objektive Messwerte wird jedoch unser ausführlicher Test des Studio XPS 13 bringen.

Ein umfangreicher Test des Dell Studio XPS 13 ist mittlerweile ebenso auf notebookcheck.com verfügbar.

Dell Studio XPS 13
Dell Studio XPS 13
Dell Studio XPS 13
Dell Studio XPS 13
Dell Studio XPS 13

Dell Studio XPS 16 Hands-On

Dell Studio XPS 16

Wie auch beim kleineren 13-Zoll Modell kann auch das 16-Zoll Notebook vor allem hinsichtlich seiner Optik und den verwendeten Materialien überzeugen. Die Gehäusestabilität ist als gut einzustufen, kann aber wenig überraschend nicht mit dem kleineren 13-Zoll Gerät mithalten. Dies gilt vor allem für die Druckresistenz des Gehäuses und des Displaydeckels.

Die angebotenen Schnittstellen werden beim XPS 16 eher linkslastig positioniert. Damit kommt das Notebook im stationären Betrieb mit vielen angeschlossenen Peripherie Geräten vor allem Rechtshändern zu Gute, da an der linken Geräteseite mit einem höheren Aufkommen an Steckern und Kabeln zu rechnen ist.

Keine auffälligen Unterschiede konnten wir bei der eingesetzten Tastatur feststellen. Hier dürfte dieselbe Einheit wie im kompakteren 13-Zöller zur Anwendung kommen, wodurch auch das Studio XPS 16 über eine durchaus schreibfreundliche Tastatur verfügt. Punkten kann das Gehäuse auch hinsichtlich Ergonomie, da die keilartige Form der Baseunit die Benutzung der Eingabegeräte durchaus erleichtert.

Im XPS 16 Pre-Sample war ein 720p HD-Panel mit einer Auflösung von 1366x768 Pixel verbaut. Das dargestellte Bild wirkte überaus hell und zeigte kräftige Farben. Unangenehm fielen allerdings wie schon beim kleineren 13-Zöller auftretende Spiegelungen auf, die insbesondere bei flacheren Blickwinkeln verstärkt zu beobachten sind.
Auch beim Studio XPS 16 muss allerdings auf die kommenden Tests eines Seriengerätes verwiesen werden, um mit konkreten Messergebnissen sichere Aussagen treffen zu können.

Ein umfangreicher Test Studio XPS 16 ist mittlerweile auf notebookcheck.com verfügbar.

Dell Studio XPS 16
Dell Studio XPS 16
Dell Studio XPS 16
Dell Studio XPS 16
Dell Studio XPS 16

Preise und Verfügbarkeit

Beide Systeme sind  ab sofort konfigurierbar und bestellbar. Die Einstiegspreise liegen für das Studio XPS 13 sowie das Studio XPS 16 ab 949.- Euro. Bei umfangreicher Ausstattung und leistungsfähigen Komponenten reichen die Preise des XPS 16 auf bis zu 1.700.- Euro.

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Autor: J. Simon Leitner, 30.01.2009 (Update:  9.07.2012)
J. Simon Leitner
J. Simon Leitner - Founder, Editorial Director - @simleitner
Nach meinem Studium an der TU-Wien widmete ich mich als Mitbegründer vollends dem Projekt Notebookcheck. Seit Commodore C64 und Atari 1040 ST sind Computer fester Bestandteil meiner täglichen Aktivitäten. Meinen Energieausgleich finde ich vor allem bei sportlichen Aktivitäten in freier Natur.