Der Scrap 1 ist ein 3D-Drucker, der Metalle verarbeiten kann

Wir haben an dieser Stelle auch schon über 3D-Drucker berichtet, die nicht nur Kunststoffe, sondern auch Metalle bearbeiten können. Beim Scrap 1 von Scrap Labs handelt es sich dabei um ein solches System. In der Praxis dürfte sich mit der Erweiterung der Materialauswahl auch eine ganz erhebliche Ausweitung der Einsatzszenarien ergeben. Denkbar wäre die Anfertigung von hochfesten (Ersatz-)Teilen für hochbelastete Maschinen. Modelle lassen sich laut Hersteller etwa mit Edelstahl, Werkzeugstahl, Kupfer und Nickellegierungen anfertigen. Kobalt-Chrom-Legierungen sollen sich ebenfalls verarbeiten lassen. Solche Legierungen werden etwa im medizinischen Bereich eingesetzt.
Was in einem klassischen 3D-Drucker das Hotend und damit letztlich ein Heizelement übernimmt, macht im Scrap 1 ein 200 Watt starker und 915 nm emittierender Laser - das Funktionsprinzip des Scrap 1 weicht gleichwohl erheblich von dem eines konventionellen 3D-Druckers ab. So wird Pulver, welches sich im Bauraum befindet, selektiv bearbeitet, statt dass ein Filament schichtweise aufgebracht wird. Dieser Laser macht somit die Legierungen überhaupt bearbeitbar. Es soll sich eine Schichtdichte von zwischen 20 und 100 µm erreichen lassen, der Laser wird auf 0,135 mm fokussiert und es soll sich während des Drucks kein Drift ergeben. Der Drucker selbst wiegt 43 x 50 x 57 Zentimeter und bringt 30 Kilogramm auf die Waage. Die Größe des Bauraum wird mit 100 x 100 x 100 Millimetern angegeben. Damit eignet sich das System eher zur Anfertigung kleinerer Teile.
Herstellerangaben zufolge ist die Bedienung einfach möglich, etwa der PrusaSlicer wird unterstützt. Angegeben wird ein Preis von mindestens 17.990 Dollar. Mit dem Modell richtet sich Scrap Labs also doch deutlich an Profis.


