Wie die PS5: Switch 2 und Xbox-Konsolen sollen Preiserhöhungen bekommen

Eine deutliche Preiserhöhung der PS5 (ab 418 Euro im Preisvergleich) hat PlayStation-Anhänger in vielen Ländern überrascht. Die gleichen schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten zu ähnlichen Maßnahmen bei Nintendo und Microsoft führen. Im Gespräch mit Eurogamer nennt Analyst Piers Harding-Rolls die anhaltende Speicherknappheit und den Iran-Krieg als zentrale Faktoren.
Als Research Director bei Ampere Analysis zeichnet Harding-Rolls ein düsteres Bild für die Bezahlbarkeit von Konsolen. Zuletzt stiegen die Preise für PS5 und PS5 Pro in den USA um 100 Dollar, in Europa kam es zu vergleichbaren Erhöhungen. Mit Inkrafttreten der Änderungen am 2. April sichern sich einige Käufer bereits vorab ein System. Sollte der Analyst recht behalten, könnten auch die Preise für Xbox Series X|S und die Switch 2 unter Druck geraten.
Harding-Rolls ist überzeugt, dass die Knappheit bei Speicher- und Speicherchips die Preiserhöhung der PS5 unvermeidlich gemacht hat. Zwar soll Sony zuvor große Mengen an DRAM gesichert haben, doch ein Ende der Krise ist nicht absehbar. Um „geringe Hardware-Margen“ zu schützen, wäre es seiner Einschätzung nach „keine Überraschung, wenn Microsoft und Nintendo bald nachziehen“.
Für potenzielle Käufer von Xbox-Konsolen dürfte diese Prognose schwer nachvollziehbar sein. Microsoft hatte die unverbindlichen Preisempfehlungen bereits 2025 angepasst, wodurch der Konkurrent von PlayStation im Vergleich moderat wirkte. Allerdings fiel diese Entscheidung noch vor dem weiteren starken Anstieg der Komponentenpreise.
Wie lange kann Nintendo eine Preiserhöhung der Switch 2 vermeiden?
Nintendo hat bislang gezögert, bei seiner neueren Konsole ähnlich vorzugehen. Eine Preiserhöhung der Switch 2 könnte den Übergang von Spielern vom ursprünglichen Handheld erschweren. Anfang des Jahres spielte Präsident Shuntaro Furukawa diese Schwierigkeiten herunter. Dennoch schloss er eine künftige Preisanhebung nicht aus, falls Zölle und die knappe Versorgung mit DRAM anhalten.
Der Iran-Krieg erhöht den Druck auf die Hersteller zusätzlich. Da der Konflikt die Lieferketten im Nahen Osten beeinträchtigt, könnten die dadurch entstehenden Kosten letztlich auch bei den Konsolenherstellern ankommen. Harding-Rolls geht davon aus, dass diese Umstände zu stärkeren Preissteigerungen bei PS5 und PS5 Pro geführt haben, als von Sony ursprünglich geplant.






