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Sony-Patent könnte PS5- und PS6-Spiele drastisch verkleinern und so auf hohe SSD-Preise reagieren

PS5 Speicheraufrüstung mit Seagate SSD
ⓘ Seagate, PlayStation
PS5 Speicheraufrüstung mit Seagate SSD
Trotz aller Fortschritte hat Cloud-Gaming gegenüber lokal installierten Titeln immer noch Nachteile. Ein Sony-Patent kombiniert nun beide Ansätze, um die Installationsgrößen von PS5- und PS6-Spielen drastisch zu reduzieren. Dabei wird der ausführbare Code direkt auf der Konsole verarbeitet, was die Latenz minimiert und Speicher-Upgrades überflüssig machen könnte.

Die enorme Nachfrage durch KI-Rechenzentren hat die Preise für Arbeitsspeicher und SSDs in die Höhe getrieben. PlayStation-Fans mit großen Spielebibliotheken löschen daher oft Titel, anstatt den Speicher der PS5 zu erweitern. Ein neues Sony-Patent beschreibt eine Methode, mit der sich Dateigrößen reduzieren lassen, ohne die typischen Nachteile von Cloud-Gaming in Kauf nehmen zu müssen.

Das Dokument mit Veröffentlichungsdatum vom 4. Februar 2026 wurde von Tech4Gamers entdeckt. Obwohl das Patent ein ähnliches Ziel verfolgt wie eine Anmeldung aus dem Juli 2025, skizziert es eine andere Methode zur Verkleinerung von PS5- und potenziell PS6-Spielen. Das Konzept sieht vor, nur kritische Daten oder einen Launcher für einen Titel herunterzuladen. Der Code würde auf der Konsole oder einem anderen Gerät ausgeführt werden statt auf einem Server, wodurch sich die Latenz erheblich reduzieren würde.

Graphik aus dem Sony-Patent
ⓘ WIPO patent database
Graphik aus dem Sony-Patent "Asset Streaming System and Method"

In dem Sony-Patent mit dem Titel „Asset Streaming System and Method“ wird eingeräumt, dass Texturen und Audio in geringerer Qualität möglich sind. Für das beste Erlebnis wäre wahrscheinlich weiterhin eine Internetverbindung mit hoher Bandbreite notwendig. Dennoch könnten kompetitive Gamer damit endlich eine Cloud-Gaming-Alternative ohne verzögerte Eingaben erhalten.

Wie klein wären zukünftige Spiele?

Bei PS5-Spielen, bei denen es nicht so sehr auf das Timing ankommt, ist die massive Reduzierung der Installationsgröße der Hauptvorteil. Das ursprüngliche Paket könnte lediglich 100 MB statt 10 GB oder 100 GB groß sein. Während des Spiels werden bei Bedarf Dateien heruntergeladen und nicht mehr benötigte Daten gelöscht. Im Gegensatz zu Besitzern einer Xbox Series X haben PlayStation-Nutzer mehr Optionen für Speicher-Upgrades von Drittanbietern.

Dennoch zwingen die hohen Preise für SSDs Gamer oft dazu, den Kauf solchen Zubehörs zu überdenken. Diese Hybridlösung aus Cloud und lokaler Hardware bietet zudem offensichtliche Vorteile für Sonys kommende Konsole. AAA-Spiele der nächsten Generation werden voraussichtlich noch mehr Speicherplatz beanspruchen.

Das Patent bietet hier Entlastung, da sich Käufer bereits über einen höheren als erwarteten PS6-Preis Sorgen machen. Der Hersteller könnte sich zwar dazu entscheiden, die Speicherkapazität der Konsole nicht zu erhöhen, doch könnte sich die Technologie als unpraktisch erweisen. Die geringere Latenz ist zwar ein Vorteil, jedoch bleibt unklar, inwieweit die Bild- und Tonqualität beeinträchtigt werden würde.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-02 > Sony-Patent könnte PS5- und PS6-Spiele drastisch verkleinern und so auf hohe SSD-Preise reagieren
Autor: Adam Corsetti, 14.02.2026 (Update: 14.02.2026)