Sony: Neue KI-Funktion passt Schwierigkeitsgrad basierend auf Emotionen an

Entwickler haben oft Probleme, universelle Schwierigkeitsgrade zu finden, die jeden Spieler fordern. Manche Spieler stellen womöglich fest, dass ihre Spielweise gut zu einem Titel passt, wodurch sie eine Kampagne mühelos abschließen können. Um sich intelligenter an solche Tendenzen anzupassen, setzt ein Sony-Patent auf generative KI. Die Technologie würde außerdem Emotionen überwachen, um eine Balance zwischen Spielspaß und Frust zu finden.
KI soll für konstante Herausforderung sorgen
RespawnFirst hat über eine neue Anmeldung mit dem Titel "User Defined Level Generation" berichtet. Das Konzept baut auf einem weiteren Patent auf, bei dem Algorithmen die Leistung bewertet und den Schwierigkeitsgrad entsprechend angepasst haben. In dem Dokument heißt es:
Wenn der Spieler nur mäßigen Erfolg hat oder Schwierigkeiten erlebt, bleibt das Spiel auf die Gewohnheiten und Eigenschaften des Spielers zugeschnitten. Sobald der Spieler Erfolg erzielt, kann sich das Spiellevel von den Stärken des Spielers entfernen, um ihn stärker zu fordern.
In diesem Fall könnten generative KI-Tools jedoch komplette Level neu gestalten, um eine passende Herausforderung zu bieten. Wenn ein Stealth-Ansatz Gefahren umgeht, könnte ein Spiel Gegner hinzufügen oder neu platzieren, um mehr Interaktionen zu erzwingen. Im umgekehrten Fall könnten übermäßig aggressive Spieler durch begrenzte Ressourcen in ihren Schusswechseln eingeschränkt werden.

Ziel des Sony-Patents ist es nicht, talentierte Spieler zu bestrafen, sondern sie bei der Stange zu halten. Wird ein Spiel zur Belastung, lassen sich Änderungen wieder rückgängig machen. In einem überfüllten PlayStation Store könnten Spieler einen Titel schneller aufgeben, wenn er zu leicht oder zu schwer ist.
Wie Gefühle den Schwierigkeitsgrad bestimmen können
Neben dem Gameplay beobachtet die Technologie auch Emotionen, um einen möglichst gleichbleibenden Spaßfaktor zu erhalten. Wie sie Freude, Wut oder Langeweile erkennt und diese Daten an die KI-Tools übermittelt, könnte allerdings Bedenken auslösen.
Die Patentanmeldung nennt eine lange Liste möglicher Sensoren zur Erkennung von Stimmungsschwankungen. Einige dieser Optionen, etwa Mikrofone und Bewegungssensoren, stecken bereits im PS5-DualSense-Controller. Andere Methoden setzen auf Hardware, die nicht häufig mit der Konsole verbunden ist, etwa Kameras.
Abgesehen von Datenschutzbedenken ist unklar, wie gut diese Überwachung bei emotionsarmen Testpersonen funktionieren würde. Im Idealfall erkennt die Technologie mit fortschreitender Entwicklung selbst sehr subtile Verhaltenssignale.
Sony-Patente haben bereits mehrere ungewöhnliche Einsatzmöglichkeiten für generative KI vorgeschlagen, die Spielern zugutekommen sollen, manche davon realistischer als andere. Dennoch gibt es Bestrebungen, die Ära einfacher Schwierigkeitsstufen wie leicht, mittel und schwer hinter sich zu lassen.









