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S-Game-CEO bestätigt: Phantom Blade Zero verzichtet vollständig auf generative KI

Ein Screenshot aus dem Ankündigungstrailer von Phantom Blade Zero.
ⓘ Phantom Blade Zero
Ein Screenshot aus dem Ankündigungstrailer von Phantom Blade Zero.
Kurz vor dem Release von Phantom Blade Zero am 9. September 2026 betont Liang Qiwei, CEO von S-Game, dass das Studio vollständig auf generative KI verzichtet hat. Sämtliche Inhalte – von Charaktermodellen und Performances bis hin zu Karten und Umgebungen – seien von menschlichen Künstlern geschaffen worden. Für die Umsetzung der sogenannten „Kungfupunk“-Ästhetik habe das Team einen aufwendigen Produktionsprozess durchlaufen, der von Actor-Scans über klassische Pinsel- und Reispapierkunst bis hin zu geschmiedeten Waffenrepliken, Motion Capture mit Martial-Arts-Choreografien und Vor-Ort-Scans an verschiedenen Schauplätzen in China reichte.

Phantom Blade Zero rückt langsam näher an seinen weltweiten Release am 9. September 2026. Gleichzeitig macht Liang Qiwei, CEO von S-Game, noch einmal deutlich, dass das Projekt von Menschen und nicht von Algorithmen geschaffen wurde. In einem ausführlichen Beitrag in den sozialen Medien erklärte er, dass sich das Team bewusst Zeit genommen habe, um das Spiel mit großer Sorgfalt von Hand zu gestalten. Gerade in der finalen Entwicklungsphase habe das Studio noch einmal all seine Kraft in den Feinschliff gesteckt – komplett ohne den Einsatz generativer KI.

Auf X schrieb Liang: „Phantom Blade Zero befindet sich derzeit in der intensiven Endphase der Entwicklung. In der verbleibenden Zeit stecken wir alle verfügbaren Ressourcen hinein, um jeden Aspekt des Spiels bis an die Grenzen unserer Möglichkeiten auszureizen.“

Phantom Blade Zero verzichtet bewusst auf KI

Außerdem sprach Liang den Elefanten im Raum direkt an: generative KI. Immer mehr Spielestudios setzen inzwischen auf entsprechende Technologien, doch für S-Game kommt das offenbar nicht infrage. Liang machte deutlich, dass das Studio weder Interesse daran habe, generative KI einzusetzen, noch dem aktuellen KI-Trend folgen wolle. Er ergänzte:

„Uns ist vollkommen bewusst, dass sich um uns herum derzeit eine tiefgreifende technologische Revolution vollzieht. Dennoch wurde bis heute jeder einzelne Inhalt unseres Spiels von echten Künstlern geschaffen. Wir werden keine visuelle KI-Technologie einsetzen, die die ursprüngliche kreative Absicht unserer Künstler verändern könnte.“

Phantom Blade Zero setzt konsequent auf menschliche Kreativität

Dabei blieb es allerdings nicht. Liang erklärte auch, wie konsequent das Studio sämtliche Inhalte von Grund auf selbst aufgebaut hat. Alle Charaktermodelle basieren auf 3D-Scans realer Schauspieler. Auch die Sprachaufnahmen auf Chinesisch und Englisch wurden mit echten Sprechern und Regisseuren produziert, bevor das Entwicklerteam die Lippensynchronisation anschließend von Hand umsetzte.

Laut S-Game wurde selbst bei kleinsten Details vollständig auf Handarbeit gesetzt. So erklärte Liang: „Im Spiel gibt es auch eine Reihe von Übersichtskarten. Diese sind weder KI-generiert noch überhaupt digitale Gemälde. Sie wurden von jungen Künstlern aus der Fakultät für chinesische Malerei an der Central Academy of Fine Arts mit chinesischen Pinseln und Xuan-Papier von Hand gezeichnet.“

Auch bei den Waffen setzte das Studio auf maximale Authentizität. Die Designs orientieren sich an historischen chinesischen Vorbildern. Um das noch greifbarer zu machen, beauftragte S-Game sogar Schmiedemeister damit, echte Repliken anzufertigen, damit die Animatoren Gewicht und Balance der Waffen selbst in den Händen spüren konnten.

Hinzu kommt ein aufwendiger Motion-Capture-Prozess für das Kampfsystem. Die Bewegungen wurden von mehr als zwanzig erfahrenen Martial-Arts-Künstlern aufgenommen – unter Anleitung von Kung-Fu-Meistern, Schwertmeistern vom Berg Emei und Löwentänzern aus Guangdong.

Darüber hinaus reiste das Team quer durch China, um alte Hallen in Fujian, Orte in Zhejiang und ehemalige Fabriken in Peking zu scannen. Aus diesen Eindrücken entstand schließlich die von Liang als „Kungfupunk“ bezeichnete Ästhetik.

Zum Abschluss seines Beitrags stellte Liang den menschlichen Anteil an der Entwicklung noch einmal in den Mittelpunkt. Er schrieb: „Wir sind fest davon überzeugt, dass menschliche Kunstfertigkeit nicht nur ein Mittel zur Wertschöpfung ist – sie ist der Wert selbst. S-Game hat nicht einfach eine Gruppe von Entwicklern eingestellt, um ein Spiel zu machen. Vielmehr haben wir uns beim Aufbau eines außergewöhnlichen, leidenschaftlichen Teams bewusst dafür entschieden, ein Spiel zu schaffen, auf das hier jeder wirklich stolz sein kann.“

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > S-Game-CEO bestätigt: Phantom Blade Zero verzichtet vollständig auf generative KI
Autor: Rahim Amir Noorali, 11.04.2026 (Update: 11.04.2026)