Defekte Grafikkarten kosten Nvidia 1.003% mehr durch AI, DRAM-Krise und 16-Pin-Stecker

Laut der neuesten Informationen von Warranty Week musste Nvidia im Jahr 2025 insgesamt 894 Millionen US-Dollar (ca. 758 Millionen Euro) für Garantiefälle aufwenden, statt nur 81 Millionen US-Dollar (ca. 69 Millionen Euro) im Jahr 2024. Das entspricht einem Anstieg von 1.003 Prozent. Dass dieser Anstieg nicht nur an einem höheren Absatz liegt, zeigen die Daten zu den ebenfalls rapide steigenden Garantieanspruchs-Quoten.
Demnach musste Nvidia im vierten Quartal 2025 bereits 0,9 Prozent der GPU-Umsätze für Garantiefälle aufwenden, womit der Anteil neunmal höher als im vierten Quartal 2024 ausfällt. Bei AMD fällt der Anstieg moderater aus – mit einer Quote von 0,69 Prozent ist diese im Vorjahr um zwei Drittel gestiegen. Die vermehrte Defektrate bei Grafikkarten dürfte mehrere Ursachen haben. Während einige spekulieren, dass Nvidias 16-Pin 12VHPWR Stromstecker bei Grafikkarten wie der GeForce RTX 5080 (ca. 1.300 Euro auf Amazon) maßgeblich dafür verantwortlich ist, kamen dieselben Stecker bereits bei einigen Modellen der GeForce RTX 4000 Serie zum Einsatz, sodass schmelzende Stromstecker schon länger als nur ein Jahr lang ein weit verbreitetes Problem sind.
Warranty Week glaubt, dass der steigende Anteil an Grafikkarten, die für künstliche Intelligenz statt für Gaming verwendet werden, ebenfalls ein Faktor ist, da GPUs so ähnlich wie bei Crypto Mining rund um die Uhr voll ausgelastet werden können, statt nur wenige Stunden pro Tag mit gemischter Auslastung, wie dies bei Gaming üblich ist. Die DRAM-Krise soll darüber hinaus die Kosten für Grafikkarten, die auf Garantie ausgetauscht werden, deutlich erhöht haben.








