Ohne physische Tasten: Neues Sony-Patent zeigt möglichen DualSense-Controller für die PS6

Zu den technischen Spezifikationen der PS6 kursieren bereits einige Leaks, doch rund um ihr wichtigstes Zubehör weiß man praktisch nichts. Ein neues Sony-Patent, entdeckt von xleaks7 in sozialen Netzwerken sowie auf Sudoku Online Pro, zeigt einen weiterentwickelten DualSense-Controller. Statt klassischer Tasten soll das Eingabegerät vollständig auf Touch-Bedienung setzen, die sich an unterschiedliche Griffhaltungen anpasst.
Wie bei vielen ähnlichen Patentanmeldungen gilt auch hier: Das am 27. Januar veröffentlichte Dokument muss nicht zwangsläufig in ein reales Produkt münden. Dennoch deutet es darauf hin, dass Sony einen kapazitiven Touch-Controller für die PS6 zumindest als mögliche Option in Betracht zieht.
Wie könnte ein reiner Touch-Controller funktionieren?
Dem Patent zufolge sind viele heutige Controller-Designs nicht flexibel genug, um allen Spielertypen gerecht zu werden. Ohne physische Sticks oder Tasten ließe sich das Gerät unabhängig von Handgröße oder -form komfortabel nutzen.
Der überarbeitete DualSense-Controller würde im Prinzip ähnlich funktionieren wie Touch-Steuerungen in vielen Mobile-Games. Der entscheidende Unterschied: Das Layout passt sich dynamisch an die Positionen von Fingern und Händen an. Im Patent ist dabei von sogenannten „Ankern“ die Rede, mit deren Hilfe Bewegungen erkannt und die Eingabeflächen während des Spielens nahtlos angepasst werden.


Ähnlich wie bei Smartphones würde ein möglicher PS6-Controller außerdem Gesten wie Wischen oder Zusammenziehen (Pinch) unterstützen. Der DualSense-Controller der PS5 verfügt bereits über ein Touchpad, das solche Eingaben erkennt.
PS6-Controller ohne Tasten dürfte auf Widerstand stoßen
Erwartungsgemäß reagieren viele skeptisch auf die Idee eines rein touchbasierten Controllers. Selbst mit haptischem Feedback bevorzugen zahlreiche Mobile-Gamer weiterhin das direkte Gefühl von Sticks und Tasten. Pro-Controller wie der Victrix Pro BFG (derzeit rund 120 Euro auf Amazon) erlauben es Nutzern sogar, die Position der Analog-Sticks sowie die Anzahl der Fronttasten individuell anzupassen.
Denkbar wäre daher, dass Sony einzelne Ansätze aus dem Patent aufgreift und mit klassischen Eingabemethoden kombiniert. So könnte der PS6-Controller etwa ein deutlich erweitertes Touchpad bieten, dabei aber weiterhin auf konventionelle Bedienelemente setzen. Alternativ wäre ein solches Modell auch als Ergänzung zum Standard-Controller denkbar – etwa mit Vorteilen für Spieler mit besonderen Anforderungen an Barrierefreiheit. Gleichzeitig beschäftigt sich der Hersteller offenbar auch mit weiteren, teils ungewöhnlichen Konzepten für künftiges Zubehör.
Ein weiteres Patent, das bereits im November 2025 entdeckt wurde, schlägt beispielsweise Controller mit flüssigkeitsgefüllten Kammern vor. Anstelle von Voice-Coil-Aktuatoren für haptisches Feedback würden Tasteneingaben hier den hydraulischen Druck verändern. Das Feedback könnte sich dadurch authentischer anfühlen, bringt jedoch auch klare Herausforderungen mit sich – allen voran das Risiko von Undichtigkeiten.
















