Sony will steigende PS5-Speicherkosten mit höheren Einnahmen von Bestandskunden ausgleichen: PS Plus könnte teurer werden

Die Tech-Branche steckt derzeit in einer ernsten Speicherkrise. Die Nachfrage durch KI-Rechenzentren ist sprunghaft angestiegen, und der Großteil des weltweiten Angebots an RAM und Speichermedien fließt mittlerweile in diese Großprojekte. Infolgedessen sind die Preise für Arbeitsspeicher, SSDs und sogar GPUs in den letzten Monaten deutlich gestiegen.
Sony ist gegen diese Situation nicht immun. Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass das Unternehmen den Release der PS6 auf 2028 oder 2029 verschieben könnte (statt 2027), hauptsächlich aufgrund der steigenden Kosten für Speicher und Komponenten. Während dies die langfristigen Pläne beeinflusst, überlegt Sony auch, wie man den aktuellen Druck bei der PS5 bewältigen kann.
Während der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen Anfang des Monats erklärte CFO Lin Tao, dass Sony sich genügend Speicherreserven gesichert habe, um die Preise der PS5 bis Ende 2026 stabil zu halten. Das Unternehmen plant zudem, die Verhandlungen mit Zulieferern fortzusetzen, um sicherzustellen, dass die Kundennachfrage bedient werden kann.
Dennoch werden die steigenden Speicherkosten das Geschäft letztendlich unter Druck setzen. Um dem zu begegnen, plant Sony, die „installierte Basis“ zu monetarisieren. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies, mehr Umsatz mit bestehenden PlayStation-Nutzern zu generieren, anstatt sich nur auf Hardware-Verkäufe zu verlassen. Das Unternehmen plant zudem, die Einnahmen aus Software- und Netzwerkdiensten weiter auszubauen, was digitale Spieleverkäufe, Add-ons, Abonnements und andere Online-Dienste umfasst.
Angesichts der Phase unseres Konsolenzyklus kann unsere Hardware-Verkaufsstrategie flexibel angepasst werden. Wir beabsichtigen, die Auswirkungen der gestiegenen Speicherkosten auf dieses Segment künftig zu minimieren, indem wir der Monetarisierung der bisher installierten Basis Vorrang einräumen und bestrebt sind, unsere Einnahmen aus Software- und Netzwerkdiensten weiter auszubauen.
Falls Sony diese Strategie voll umsetzt, könnten die Spieler die Auswirkungen auf verschiedene Weise zu spüren bekommen. Die Spielepreise könnten im Laufe der Zeit steigen, und große Rabatte bei Sales-Aktionen könnten seltener werden. Darüber hinaus könnte das PlayStation Plus-Abonnement eine Preiserhöhung erfahren, insbesondere bei den Stufen „Premium“ und „Extra“.












