God of War: Sons of Sparta für PS5 vom Serien-Schöpfer wegen „langweiligem“ Kratos kritisiert

Seit seiner letzten Arbeit an einem God of War-Titel im Jahr 2008 hat sich Franchise-Creator David Jaffe mit Kritik an der Reihe nicht zurückgehalten. Seine Aussagen zu God of War: Sons of Sparta fallen jedoch besonders scharf aus. In einem YouTube-Video bemängelt Jaffe die aus seiner Sicht blasse Darstellung eines jungen Kratos, der kaum Ähnlichkeit mit der einst beliebten Figur habe.
Jaffe stellt in Frage, warum es Sons of Sparta überhaupt gibt
Gerüchte um das Metroidvania-Spiel für die PS5 bestätigten sich, als God of War: Sons of Sparta beim jüngsten State of Play überraschend veröffentlicht wurde. David Jaffe hätte jedoch lieber gesehen, dass der 2D-Action-Plattformer nie erschienen wäre. Nach nur einer Stunde Spielzeit erklärte er, er werde „nie wieder zurückkehren“.
Das God of War-Spin-off führt zurück ins antike Griechenland und erzählt von der Ausbildung eines jungen Kratos. Doch David Jaffe stellt infrage, ob Fans überhaupt eine „generische Kinder-Version“ des Protagonisten sehen wollten. Seiner Ansicht nach fehlt dem Spiel zudem die Brutalität und explizite Gewaltdarstellung, für die die Reihe bekannt wurde.
Auch mit der Weiterentwicklung von Kratos im Reboot von God of War und dessen Nachfolger God of War Ragnarök zeigte sich David Jaffe unzufrieden. Spieler erlebten, wie sich die Figur zu einem besonneneren Vater wandelte. Trotz enormer Verkaufszahlen ist der Designer und Regisseur der Ansicht, die Autoren hätten sich zu viele Freiheiten bei der Charakterentwicklung genommen.
Ein weiterer Kritikpunkt, den David Jaffe im Video anspricht, ist die aus seiner Sicht übermäßige Fokussierung auf die Erzählung. Dialoge unterbrechen häufig Erkundung und Kämpfe. Die Handlung hält er bislang nicht für besonders fesselnd, räumt jedoch ein, dass sie mit fortschreitendem Spielverlauf an Tiefe gewinnen könnte.
Kratos mit Schwierigkeiten im Metroidvania-Genre
Trotz seiner langen Liste an Kritikpunkten betont David Jaffe an einer Stelle, dass God of War: Sons of Sparta „kein schlechtes Spiel“ sei. Dennoch stellt er infrage, ob der Titel den Preis von 30 US-Dollar rechtfertigt. Side-Scroller-Alternativen wie Shinobi: Art of Vengeance bieten seiner Ansicht nach einen größeren Mehrwert.
Tatsächlich zeigen sich viele God of War-Fans offen für die neue Interpretation von Kratos. God of War: Sons of Sparta erreicht auf Metacritic eine solide, wenn auch nicht herausragende Nutzerwertung von 7,5 Punkten. Dennoch merken einige Spieler an, dass sich der Titel im stark umkämpften Metroidvania-Genre nicht deutlich genug abhebt.















