Krise nimmt Fahrt auf: DRAM soll im ersten Quartal 110% teurer werden, SSDs bis zu 60%

Laut einer Analyse von 3DCenter sind die Arbeitsspeicher-Preise im deutschen Handel vom 18. Januar bis zum 1. Februar kaum gestiegen, im Vergleich zum vergangenen Juli kosten RAM-Kits heute im Schnitt 340 Prozent mehr. Dass sich die Preissteigerung zwei Wochen lang beruhigt hat, dürfte nicht von Dauer sein, denn die Analysten von TrendForce gehen derzeit davon aus, dass die Kosten für DDR4- und DDR5-Arbeitsspeicher für den PC-Markt im ersten Quartal 2026 um 105 bis 110 Prozent steigen, verglichen mit dem vierten Quartal 2025.
Laptop-Arbeitsspeicher in Form von LPDDR4X und LPDDR5X soll 88 bis 93 Prozent teurer werden, genau wie DRAM für Server. Laut TrendForce ist die nach wie vor sehr hohe DRAM-Nachfrage für AI-Datenzentren für die zunehmend steigenden Preise verantwortlich. Da sich die Daten von TrendForce auf die Einkaufspreise von Arbeitsspeicher für PC- und Laptop-Hersteller beziehen, dürfte es etwas dauern, bis die Preiserhöhung an Endverbraucher weitergegeben wird. Wenn die Daten von TrendForce korrekt sind, ist allerdings davon auszugehen, dass Arbeitsspeicher-Preise über die kommenden Monate drastisch steigen werden.
Auch bei NAND-Speicher ist die Nachfrage aufgrund des AI-Booms derzeit deutlich größer als das Angebot, TrendForce geht von einer Preissteigerung von 55 bis 60 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2025 aus. Auch bei SSDs ist das Ende der Krise also noch lange nicht erreicht. Einige Speicherhersteller gehen davon aus, dass frühestens im Jahr 2028 Besserung in Sicht ist, über die nächsten zwei bis drei Jahre sollen DRAM- und NAND-Kosten und somit auch Preise für Smartphones, PCs und Laptops weiter steigen.








