Smartphone-Markt knackt Rekord: Durchschnittspreis steigt erstmals über 400 US-Dollar

Zahlen von Counterpoint Research verdeutlichen, dass das Geschäft mit teuren Handys boomt. Die Kunden greifen immer öfter zu High-End-Modellen, was den durchschnittlichen Verkaufspreis (ASP) im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent nach oben geschraubt hat. Dass die Preise klettern, liegt aber nicht nur an der Lust auf Luxus. Auch die Kosten für die Hardware, etwa für Speicherchips, sind deutlich gestiegen.
Ganz oben auf dem Treppchen steht laut der Analyse von Counterpoint Research im Jahr 2025 Apple. Die US-Amerikaner beherrschen das Geschäft mit dem Umsatz fast nach Belieben und sicherten sich im vierten Quartal 2025 einen Anteil von 57 Prozent. Vor allem das iPhone 16 und iPhone 17, die starke Nachfrage in China sowie Amerika trieben den Umsatz von Apple um 11 Prozent auf 76 Milliarden Dollar. Besonders das teure Pro Max Modell ging dabei weg wie warme Semmeln.
Samsung konnte zwar bei den Stückzahlen am stärksten zulegen (plus 17 Prozent), musste aber beim Durchschnittspreis Federn lassen. Weil die Südkoreaner im Weihnachtsgeschäft massiv auf die günstige Galaxy A-Serie setzten, sank der ASP um 20 Prozent. Trotzdem stieg der Umsatz um 12 Prozent, was auch an den neuen Galaxy S25 Modellen und den faltbaren Z Fold7 lag.

Bei Xiaomi sieht die Lage weniger rosig aus. Umsatz und Stückzahlen gingen hier um etwa 10 Prozent zurück. Der Konzern leidet massiv unter den hohen Preisen für Bauteile wie DRAM und NAND, was die Gewinnspannen bei den billigen Modellen auffrisst. Dagegen konnte Oppo im teuren Segment punkten. Dank der Reno 14 Serie und neuer Modelle in der Find-Reihe wuchs der Umsatz bei Oppo um satte 23 Prozent.
Für 2026 deutet alles auf noch höhere Preise hin. Der Hunger der Hersteller nach KI-Funktionen und die teuren Speicherpreise dürften dafür sorgen, dass der Smartphone-Kauf in Zukunft noch tiefer ins Portemonnaie schneidet. Wer beim Preis nicht mitgehen kann, bekommt laut den Experten von Counterpoint bald massive Probleme.



















