Nothing-Gründer Carl Pei hat einen langen Beitrag auf dem sozialen Netzwerk X veröffentlicht, der den Titel "Warum dein nächstes Smartphone mehr kosten wird" trägt. Darin deutet Carl Pei auf eine düstere Zukunft für den Smartphone-Markt, denn der Nachfolger des Nothing Phone (3) (ca. 599 Euro auf Amazon) soll genau wie viele andere Smartphones, die in diesem Jahr auf den Markt kommen, entweder wesentlich teurer werden, oder Features streichen.
Laut Carl Pei hätte sich die Smartphone-Branche über die vergangenen 15 Jahre darauf verlassen, dass Preise für Komponenten wie Displays, Arbeitsspeicher und Flash-Speicher mit der Zeit sinken, um Jahr für Jahr neue Modelle mit besserer Ausstattung, aber kaum veränderten Preisen auf den Markt bringen zu können. Dieser Trend ist nun zu Ende, denn durch die DRAM-Krise sind die Kosten für RAM und NAND über die vergangenen Monate explosionsartig gestiegen, Besserung ist möglicherweise erst im Jahr 2028 in Sicht.
Der Nothing-Chef geht davon aus, dass Speichermodule für High-End-Smartphones, die im Vorjahr für 20 US-Dollar gekauft wurden, gegen Ende 2026 schon über 100 US-Dollar kosten werden. Das würde Smartphone-Hersteller dazu zwingen, die Preise neuer Modelle in einigen Fällen um über 30 Prozent zu erhöhen, oder aber an anderen Stellen zu sparen, um den Preis des Vorgängermodells zu halten. Carl Pei bestätigt bereits, dass die nächsten Nothing Phones, die noch im ersten Quartal auf den Markt kommen sollen, teurer als ihre Vorgänger werden. Gerade in der unteren und mittleren Preisklasse wäre das Specs-Rennen vorerst zu Ende, Kunden sollten sich auf ein durchwachsenes Jahr einstellen, was Smartphone-Launches betrifft.















