Nachdem AI-Giganten wie OpenAI den Großteil der weltweiten DRAM-Produktion für sich beanspruchen, steigen nicht nur die Arbeitsspeicher-Preise für Endverbraucher. Auch Laptop- und Smartphone-Hersteller müssen im Einkauf höhere Preise bezahlen, durch Langzeit-Verträge fallen diese Preiserhöhungen für Industriekunden aber häufig geringer aus.
Wie ZDNet Korea berichtet, kann selbst Apple den Auswirkungen der DRAM-Krise nicht aus dem Weg gehen. Der Technologiegigant aus Cupertino soll nach Neuverhandlungen 80 Prozent höhere DRAM-Preise an Samsung Electronics bezahlen, und sogar 100 Prozent höhere Preise an SK Hynix. Da die weltweite Nachfrage nach DRAM aufgrund des AI-Booms derzeit deutlich größer ist als die Nachfrage, haben Speicherhersteller eine wesentlich stärkere Verhandlungsposition als zuvor.
Laut einer Quelle innerhalb der Halbleiter-Industrie von ZDNet Korea handelt Apple üblicherweise einen Langzeit-Vertrag aus, welcher die DRAM-Preise für zumindest ein Jahr lang absichert. Dieser jüngste Vertrag soll aber nur für das erste Halbjahr 2026 gelten, da Speicherhersteller im Laufe des Jahres mit weiteren Preiserhöhungen rechnen. Bis das Apple iPhone 18 Pro und das iPhone Fold voraussichtlich im September auf den Markt kommen, könnte Apple DRAM also zu noch höheren Preisen kaufen, was den Konzern zu einer Preiserhöhung zwingen könnte.
Laut einer BoM-Analyse hat Apple im Jahr 2024 noch 17 US-Dollar für 8 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher im iPhone 16 Pro bezahlt, durch das Upgrade auf 12 GB Arbeitsspeicher beim iPhone 17 Pro (ca. 1.259 Euro auf Amazon) dürften diese Kosten bereits um mindestens 50 Prozent gestiegen sein. Eine Verdopplung dürfte bedeuten, dass Apple für den Arbeitsspeicher des iPhone 18 Pro zumindest 50 US-Dollar bezahlen muss. Will Apple seine übliche Gewinnmarge beibehalten, könnten diese Preiserhöhungen das iPhone 18 Pro schnell über 100 Euro teurer machen.
Quelle(n)
ZDNet Korea | TD Cowen, via AppleInsider | Nick Cozier (Teaser-Bild)












