Erst kürzlich hat ein Bericht darauf gedeutet, dass Apples DRAM-Lieferanten Samsung Electronics und SK Hynix die Preise für den LPDDR5X-Arbeitsspeicher des iPhone 17 Pro (ca. 1.289 Euro auf Amazon) bereits um 80 bis 100 Prozent erhöht haben, im zweiten Halbjahr 2026 sollen weitere Preiserhöhungen folgen. Der meist sehr gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo gibt nun an, dass Apple den Preis des iPhone 17 Pro trotzdem nicht erhöhen soll, und auch das Basismodell der iPhone 18-Serie soll ohne Preiserhöhung auf den Markt kommen.
Dadurch reduziert sich Apples Gewinnmarge, der Konzern soll die DRAM-Krise aber als Gelegenheit betrachten, um Marktanteile zu gewinnen. Die kleinere Marge beim Smartphone-Verkauf soll durch die wachsenden Umsätze mit Abonnements wie iCloud+, Apple One oder Apple Creator Studio kompensiert werden. Da Apple nach wie vor eine starke Verhandlungsposition bei Speicherherstellern hat, soll der Konzern DRAM und NAND zu verhältnismäßig vorteilhaften Konditionen kaufen, was Preise und Mengen betrifft, sodass das Apple iPhone von der DRAM-Krise weniger stark betroffen ist als Smartphones kleinerer Hersteller.
In Europa könnte der schwächere US-Dollar zusätzlich dazu beitragen, dass die Preise nicht erhöht werden. Denn 1 Euro ist heute schon 1,19 US-Dollar wert, beim Launch des iPhone 17 lag der Kurs noch bei 1,17 US-Dollar, beim Verkaufsstart des MacBook Pro mit Apple M4 Pro im November 2024 bei nur 1,06 US-Dollar. Während sich die Angaben von Ming-Chi Kuo konkret auf das iPhone beziehen, dürften Apples bereits jetzt sehr hohe Upgrade-Preise für Arbeitsspeicher bei Macs einen großen Teil der steigenden Kosten decken. Für das Upgrade von 16 GB auf 32 GB RAM verlangt Apple 500 Euro, während ein 16 GB DDR5-SO-DIMM derzeit "nur" 170 Euro kostet. Von 36 GB auf 64 GB verlangt Apple weitere 500 Euro, ein 32 GB RAM-Stick ist aktuell rund 287 Euro wert.

















