Revolutionärer 3D-Drucker: Der Metal 1.0 soll Metalle drucken können

3D-Drucker sind inzwischen von ganz verschiedenen Herstellern, in großer Zahl und auch zu günstigen Preisen etwa über Amazon verfügbar. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Druck. Ganz grundsätzlich muss das zu druckende Material schon in einer flexiblen Form vorliegen oder in eine solche gebracht werden und dann aushärten - bei klassischen FDM-Druckern wird Filament erhitzt und dann durch das Abkühlen wieder fest, bei Resin-Druckern findet eine selektive Aushärtung eines photosensitiven Harzes statt. Damit das FDM-Verfahren funktioniert, muss das Material auf eine Temperaturerhöhung mit einer Verringerung der Viskosität reagieren beziehungsweise vereinfacht gesagt zähflüssig werden. Das schränkt die Materialwahl ein, da bei üblichen Hotends Temperaturen von nur rund 300°C erreichbar sind.
Mit dem The Metal 1.0 wurde nun ein 3D-Drucker vorgestellt, welcher eben auch verschiedene Metalle verarbeiten können soll. Damit ergeben sich im Prinzip weitere Möglichkeiten. So lassen sich im besten Fall besonders robuste Maschinenteile anfertigen. Um das Metall entsprechend zu beheizen, wird keine Elektroheizung genutzt, sondern ein Diodenlaser. Dieser bietet eine Leistung von 60 Watt und agiert mit 445 Nm. Der Druckraum ist auf 128 × 100 Millimetern beschränkt. Herstellerangaben zufolge lassen sich Schichtdicken von 0,05 bis 0,1 Millimeter erreichen.
Das System wird im Rahmen der - mit großen Risiken behafteten - Crowdfunding-Kampagne für einen Preis von 8.500 Euro angeboten und richtet sich nicht nur in Bezug auf den Preis an Profis: So dürfte der typische Endkunde im Regelfall auch keinen Stickstoff vorrätig haben, Personen mit einem Schweißgerät hingegen vielleicht schon. Es werden in der Minute 10 mL des Inertgases verbraucht. Bearbeiten lassen soll sich auch Edelstahl (316), Bronze und Inconel 718.














