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Nicht nachmachen! Selbst gebauter Taucherhelm aus dem 3D-Drucker

Mann mit selbst gedrucktem Tauchhelm im Pool
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Mann mit selbst gedrucktem Tauchhelm im Pool
Verrücktes Projekt: Ein Maker hat sich kurzerhand seinen eigenen Taucherhelm aus dem 3D-Drucker gebaut, dazu eine schwimmende Luftversorgung aus Kompressor, Akku und Wechselrichter. Das Projekt zeigt, was mit modernen Heimdruckern und einer gehörigen Portion Ingenieursgeist möglich ist. Die Druckerdateien sind frei auf Thingyverse verfügbar. Nur eines sollte man dabei nicht vergessen: Nachmachen auf eigene Gefahr!

Das Projekt: Wie funktioniert ein Taucherhelm überhaupt?

Der YouTuber „Hyperspace Pirate" hat ein ungewöhnliches Maker-Projekt umgesetzt: einen vollständig selbst gedruckten Taucherhelm mitsamt einer auf einem Schwimmkörper montierten Luftversorgung. Das Prinzip dahinter ist denkbar simpel – klassische Taucherhelme funktionieren im Grunde wie ein umgedrehter Eimer, dem über einen Luftschlauch frische Atemluft zugeführt wird. Trotz dieser Schlichtheit erfordert die Umsetzung einige technische Überlegungen, Berechnungen und vorsichtige Testungen, bevor man damit ins Wasser steigt, ansonsten kann es lebensgefährlich werden.

Erste Überlegungen

Warum ABS – und warum bloß kein Polyesterharz?

Das 3D-Modell des Helms ist auf Thingiverse frei verfügbar. Da jeder Kopf andere Maße hat, empfiehlt der Maker, die Dimensionen vorab mit einer simplen Pappschablone zu ermitteln – „Cardboard-Aided Design" nennt er das augenzwinkernd. Gedruckt wurde der Helm aus ABS-Kunststoff, dessen einzelne Segmente anschließend miteinander verklebt und mit Fiberglas sowie Epoxidharz beschichtet und somit verstärkt wurden. Wichtig dabei: Polyesterharz ist ungeeignet, da es ABS anlöst. Anschließend hat er noch Farbe und Lack aufgetragen.

Erste Maße per Pappschachtel getestet
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Erste Maße per Pappschachtel getestet
Helm im 3D-Programm
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Helm im 3D-Programm
In mehreren Teilen gedruckt
In mehreren Teilen gedruckt

Sicherheit geht vor: Welche Kompressoren tabu sind

Für die Luftzufuhr sorgt ein ölfreier, elektrischer Kompressor, der zusammen mit einem Wechselrichter und Akkus auf einem Auftriebskörper befestigt ist und so an der Wasseroberfläche schwimmt. Der Maker warnt ausdrücklich vor dem Einsatz benzinbetriebener Kompressoren – deren Abgase wie Kohlenmonoxid oder Kohlendioxid könnten direkt in den Atemschlauch gelangen, mit potenziell tödlichen Folgen. Auch ölhaltige Luft wäre für die Lunge gefährlich, weshalb nur ölfreie und möglichst elektrisch betriebene Geräte in Frage kommen. Der Anschluss am Helm erfolgt über ein standardisiertes 1/4-Zoll-SAE-Fitting. 

Der Kompressor samt Akkus auf einem
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Der Kompressor samt Akkus auf einem "Schwimmkörper"

Erste Tests, Ausblick, Grenzen und Sicherheitshinweis

Erste Tests hat der Maker im heimischen Pool gemacht. Theoretisch soll das System Tiefen von bis zu zehn Metern bewältigen können, sofern der Kompressor mindestens 41 Liter Luft pro Minute liefert. Mit einem kompakteren und wasserdichten Kompressor-Setup wären laut Erbauer sogar echte Erkundungstouren im Meer denkbar. Ob der Schwimmreifen-Schwimmkörper mit Kompressor, Akkus und Wechselrichter für den Wellengang im Meer geeignet ist, darf aber bezweifelt werden. Überhaupt bleibt das Projekt aber klar ein Experiment für erfahrene Maker - und Taucher - und definitiv nichts zum unbedarften Nachmachen. Das Projektvideo ist dennoch ziemlich cool und mit einem deutlichen Augenzwinkern gemacht.

Quelle(n)

Hyperspace Pirate auf Youtube

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > Nicht nachmachen! Selbst gebauter Taucherhelm aus dem 3D-Drucker
Autor: Christian Hintze, 12.03.2026 (Update: 12.03.2026)