DIY-Solardrohne bleibt mehr als 5 Stunden in der Luft

Der DIY-Ingenieur und Drohnenexperte Luke Maximo Bell hat die zweite Version seiner ursprünglich akkulosen, solarbetriebenen Drohne vorgestellt. Bei dieser Ausführung sah er sich jedoch gezwungen, das System doch um einen Akku zu ergänzen.
Wie bereits im vorherigen Video angekündigt, hat Luke die Drohne für diese Version weiter aufgerüstet und unter anderem mit GPS, Flugautomationssoftware sowie zusätzlichen Solarpanels ausgestattet. Außerdem erreichte das Modell das angestrebte Ziel, den aktuellen Guinness-Weltrekord für die längste Flugzeit eines RC-Quadcopters zu übertreffen.
Zunächst setzte er auf ein Element aus 32 kleinen Solarpanels – also fünf mehr als bei der vorherigen Version. Außerdem verkürzte er die Arme der Drohne, um sie wendiger zu machen. Dadurch saßen die Panels nicht mehr mittig, sondern direkt über den Propellern. Damit dafür genug Platz vorhanden war, montierte er sie höher.
Beim ersten Flug wurde die Drohne zunächst ausschließlich mit Solarenergie betrieben, doch schon bald zeigten sich Probleme. Da in Südafrika oft starker Wind herrscht, musste sie permanent gegen die Böen anarbeiten. Dadurch stieg der Energieverbrauch deutlich an – auf ein Niveau, das die Solarpanels allein nicht mehr decken konnten.
Um diese Probleme zu beheben, setzte Luke die Panel-Einheit tiefer und stellte vorab per Simulation sicher, dass dadurch keine neuen Schwierigkeiten entstehen. Außerdem überarbeitete er die Halterung der Solarpanels, um das Wackeln zu verringern, und reduzierte ihre Anzahl auf 28. Um die Leistungseinbrüche auszugleichen, ergänzte er schließlich einen Akku, der wie eine Art unterbrechungsfreie Stromversorgung funktioniert und zusätzliche Energie bereitstellt, sobald die Solarpanels den Bedarf nicht mehr vollständig decken können.
Die finale Version der Drohne blieb 5 Stunden, 2 Minuten und 21,75 Sekunden in der Luft, bevor Luke sie zur Landung brachte. Für die nächste Ausbaustufe plant er, den Akku wieder zu entfernen – diesmal jedoch mit einigen cleveren technischen Anpassungen.
Quelle(n)
Luke Maximo Bell (oben verlinkt)





