„Der kleinste Gaming-PC der Welt“: Diese Spiele laufen auf einem 30-Euro-PC

Ein Blick auf moderne Gaming-Smartphones zeigt, wie viel Rechenleistung heutzutage auf engstem Raum möglich ist. Wie viel kleiner es noch geht? Dieser Frage ist Tech-YouTuber Lecctron kürzlich auf den Grund gegangen. Das konkrete Ziel: den kleinsten PC zu finden, auf dem Minecraft läuft. Die Suche nach dem richtigen Gerät gestaltete sich aber schwieriger, als es zunächst klingt. Lecctron musste erst einmal definieren, was überhaupt als „kleinster Gaming-PC“ zählt.
Winzige Computerplatinen wie der Vocore 2 oder der NanoPi NEO Air könnten auf dem Papier zwar als Mini-PC durchgehen, scheiden für Lecctrons Gaming-Experiment aber sofort aus, weil sie sich nicht ohne Umwege an einen Monitor anschließen lassen. Schlussendlich fiel die Wahl auf den Raspberry Pi Zero 2 W, der extrem klein ist, aber trotzdem Monitor, Eingabegeräte und ein Betriebssystem unterstützt. Der Einplatinencomputer misst 65 × 30 Millimeter und arbeitet mit einer Quad-Core-CPU, VideoCore-IV-Grafik und 512 MB RAM. Auf Amazon ist er ab rund 30 Euro zu haben.
Welche Spiele schafft der „kleinste Gaming-PC der Welt“?
Kann man auf einem PC, der kaum größer als ein Kaugummipäckchen ist, wirklich Spiele spielen? Um das herauszufinden, testete Lecctron den winzigen Computer mit mehreren Spielen und Emulatoren. Die Minecraft Pi Edition erreicht etwa 60 FPS, zwar nur im Creative Mode und bei geringer Sichtweite, das Experiment ist damit aber geglückt. Gut schlägt sich der Einplatinenrechner bei PlayStation-1-Spielen. Titel wie Doom, Wipeout XL, Silent Hill, Tomb Raider Chronicles oder auch Final Fantasy IX laufen im Video überraschend flüssig.
Schwieriger wird es bei Nintendo-64- und PSP-Emulation. Zelda: Ocarina of Time und Majora’s Mask laufen, haben aber regelmäßig Ruckler und Framerate-Einbrüche. Bei PSP-Spielen hängt das Ergebnis vom Titel ab: LocoRoco und LittleBigPlanet PSP laufen gut, Wipeout Pulse schafft der Zero 2 W nur mit 15 bis 20 FPS.
Als Ersatz für einen echten Gaming-PC taugt der Mini-Rechner damit natürlich nicht. Leistungsstarke Hardware braucht Platz, Strom und vor allem Kühlung. Deshalb sind Gaming-PCs auch deutlich größer als Smartphones oder Einplatinencomputer. Wer nur einfache Retro-Spiele zocken möchte, bekommt einen entsprechenden Gaming-PC anhand dieses Beispiels aber trotzdem schon ab 30 Euro – und für Bastelprojekte dürfte der Raspberry Pi Zero 2 W ebenfalls interessant sein.
Quelle(n)
Lecctron via YouTube











