Die Simpsons: Darum verlieren sie nun einen wichtigen Teil ihrer Serien-DNA

Die Simpsons gehen in vielerlei Hinsicht ganz eigene Wege – so auch beim Intro. Während man sich bei den meisten Serien dutzende Male ein identisches Intro ansieht, nutzen Die Simpsons den obligatorischen Vorspann für eine kreative und unterhaltsame Tradition: den Couch-Gag – die kurze Schlussszene des Intros, in der die Familie auf dem Sofa landet, wobei fast immer eine andere Variante gezeigt wird. Nach 37 Jahren wird dieser nun aber abgeschafft.
Im Interview mit Four Finger Discount erklärt Matt Selman die Gründe für das Ende des Couch-Gags. Laut dem Simpsons-Showrunner haben sich die Gewohnheiten der Zuschauer geändert. Die Fox-Serie ist mittlerweile über Disney+ verfügbar. Beim Streaming lässt sich das Intro einfach überspringen – und wenn das häufig getan wird, lohnt sich der Aufwand für den Couch-Gag weniger. Da die Laufzeit pro Episode knapp bemessen ist, investiere man die Sekunden lieber in die Story. Dazu kommt: Neue Couch-Gags kosten zusätzliches Geld und bedeuten mehr Animationsaufwand.
Die Simpsons hatten nicht nur die Couch-Gags, sondern häufig sogar komplett variierende Intros. So zum Beispiel bei „Treehouse of Horror XXIV“, wo der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro den kompletten Einstieg übernahm und daraus eine regelrechte Horror-Hommage machte. Einen kurzen Rückblick gibt es auf YouTube:
Ob man derart aufwendige Intros in Die Simpsons noch sehen wird, ist fraglich. In der Kommentarspalte auf X fallen die Reaktionen überwiegend negativ aus. Viele Fans zeigen sich enttäuscht und bezeichnen den Couch-Gag als unverzichtbaren Bestandteil der Serien-DNA. Zudem zweifelt man an den genannten Gründen. Stattdessen vermuten viele hinter der Abschaffung des Couch-Gags reine Sparmaßnahmen und einen Mangel an kreativen Ideen.
Quelle(n)
Four Finger Discount via X (ehemals Twitter)
Bildquelle: Disney










