ChatGPT startet mit erster Video-Streaming-App

Die Streaming-App Tubi ist der erste Videostreaming-Dienst, der eine direkte Benutzeroberfläche in die ChatGPT-App integriert hat. Nutzer können Tubi nun über den ChatGPT-App-Store hinzufügen und erhalten mithilfe von Vorschlägen ein personalisiertes Streaming-Erlebnis. Während Plattformen wie YouTube oder Amazon bereits KI-gestützte Empfehlungen einsetzen, positioniert sich Tubi als erster Dienst, der ein interaktives Erlebnis innerhalb des ChatGPT-App-Verzeichnisses ermöglicht.
Um Tubi in ChatGPT zu nutzen, müssen Nutzer die App zunächst über das ChatGPT-App-Verzeichnis installieren. Anschließend können sie den Befehl @Tubi verwenden, um sich kuratierte Filmlisten anzeigen zu lassen, die auf ihre Sehgewohnheiten zugeschnitten sind. Die Vorschläge können sich an Genres, Stimmungen oder auch an vagen Filmideen orientieren. ChatGPT präsentiert daraufhin eine interaktive und individuell abgestimmte Auswahl.
„Streaming sollte mühelos sein. Da Chatbots und KI-Assistenten zunehmend zum Standard der Internetnutzung werden, erweitert Tubi sein Sucherlebnis, um Zuschauer genau in dem Moment zu erreichen, in dem sie ihre Suchabsicht in eigenen Worten ausdrücken“, erklärt Mike Bidgoli, Chief Product and Technology Officer bei Tubi, in einem Blogbeitrag.
„Das Herzstück von Tubi ist ein hochskalierbares Personalisierungs- und Entdeckungssystem, das auf Basis von mehr als einer Milliarde monatlicher Sehstunden von über 100 Millionen aktiven Nutzern trainiert wurde. Jüngste Durchbrüche im Bereich der KI verstärken diesen Vorteil zusätzlich und verbessern, wie Tubi Nutzerabsichten interpretiert, Inhalte analysiert und Zuschauer schneller mit passenden Titeln verbindet. Mit dieser Einführung wird das System in eine dialogorientierte Benutzeroberfläche integriert, sodass der Weg von einer ersten Idee zum perfekten Treffer – und hinein in den sprichwörtlichen ‚Content-Kaninchenbau‘ – nahtlos verläuft.“
Auftakt für eine neue Entwicklung?
KI-gestützte Streaming-Empfehlungen gibt es bereits seit Jahren – bislang allerdings meist innerhalb der geschlossenen Ökosysteme der jeweiligen Anbieter. Dienste wie Netflix oder Amazon haben ihre Algorithmen über lange Zeit hinweg optimiert, um Inhalte gezielt innerhalb ihrer eigenen Apps zu präsentieren. Der entscheidende Unterschied liegt nun darin, wo diese Entdeckung stattfindet.
Anstatt Nutzer ausschließlich auf die eigene Plattform zu ziehen, verlagert Tubi sein Erlebnis direkt in eine KI-Oberfläche – und nutzt mit ChatGPT gewissermaßen das neue „Gesicht“ der KI als Einstiegspunkt.
Da Millionen Menschen ChatGPT bereits nutzen, um Empfehlungen für Reisen, Restaurants oder Filme zu erhalten, erscheint es nur logisch, Nutzer genau dort abzuholen, wo ihre Suche beginnt. Offen bleibt jedoch, ob ein solcher Ansatz bei einer breiten Masse ankommt – oder ob andere Anbieter wie Amazon mit Prime Video nachziehen und ähnliche Integrationen entwickeln.
Eines ist jedoch klar: Mit über 100 Millionen Nutzern bei Tubi und mehr als 900 Millionen wöchentlich aktiven ChatGPT-Nutzern verfügt dieses Experiment über eine enorme Reichweite. Damit hat es das Potenzial, nicht nur als Testlauf zu dienen, sondern auch die Richtung für die Zukunft des Streamings vorzugeben.







