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Die Lexar Play X mSSD

Lexar feiert 30 Jahre und investiert weiter in Consumer-Produkte

CheckMag

Lexar feiert im Jahr 2026 sein 30-jähriges Jubiläum. Anlässlich der Feierlichkeiten gewährte uns der Speicherhersteller einen Einblick in seine Fertigungskapazitäten und seine Zukunftsvision.
Benjamin Herzig (übersetzt von Benjamin Herzig) Veröffentlicht am 🇺🇸 🇪🇸 ...
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Als Micron das Ende der Marke Crucial und seinen Rückzug aus dem Verbrauchermarkt ankündigte, war der Aufruhr in der Branche enorm. Weniger Auswahl für Verbraucher, höhere Preise - alles nur, weil Micron den höheren Gewinnen im B2B-Geschäft und dem Ausbau von KI-Rechenzentren nachjagt.

Crucial ist nicht die erste Marke, die Micron aufgegeben hat. Im Jahr 2017 trennte sich Micron von der Marke Lexar, die vor allem für Speicherkarten wie CF-Karten und modernere SD- und microSD-Karten für Kameras bekannt ist.

Ironischerweise verfolgt Lexar – die von Micron aufgegebene und an das chinesische Unternehmen Longsys verkaufte Marke – genau den entgegengesetzten Kurs wie seine ehemalige Muttergesellschaft: Das Unternehmen bedient und fördert den Verbrauchermarkt weiterhin. Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums gewährte Lexar uns einen Einblick hinter die Kulissen seiner Fertigungskapazitäten und seiner Zukunftsvision.

Longsys und Lexar: Der Lenovo-Ansatz für eine etablierte Marke

Die Marke Lexar entstand in den 1990er Jahren. Das 1996 gegründete Unternehmen trug maßgeblich zur Verbreitung der CF-Kartentechnologie bei, die sich zur Standard-Speicherlösung für große Digitalkameras entwickelte. Das in den USA gegründete Unternehmen Lexar gehört heute zu den Marken, die sich im Besitz des chinesischen Unternehmens Longsys befinden. Longsys übernahm Lexar im Jahr 2017 und investiert weiterhin in die Marke sowie deren Ausbau. Dieser Ansatz erinnert an einen anderen amerikanischen Namen, der mittlerweile im Besitz eines chinesischen Unternehmens ist – Lenovo und die Marke ThinkPad, die ursprünglich 1992 von IBM ins Leben gerufen wurde.

Ähnlich wie bei Lenovo und dem Markennamen "Think" behält Longsys die Marke Lexar bei und erschließt mit ihr sogar weitere Produktkategorien. Das moderne Unternehmen Lexar, das unter dem Dach von Longsys arbeitet, stellt nach wie vor SD-Karten für Kameras her, hat sein Angebot jedoch auch auf andere Bereiche des Speichermarktes ausgeweitet: Lexar vertreibt mittlerweile auch UFS-Speicher für Smartphones sowie SSDs und RAM für Laptops und PCs.

Einige der wichtigsten Produkte aus der 30-jährigen Unternehmensgeschichte von Lexar
Einige der wichtigsten Produkte aus der 30-jährigen Unternehmensgeschichte von Lexar

Fertigung: Die Verpackung erfolgt im eigenen Haus

Was ihre Produkte betrifft, so beschränken sich Longsys und Lexar nicht darauf, Produkte von anderen Herstellern zu kaufen und diese lediglich mit ihrem eigenen Namen zu versehen. Longsys verfügt über eigene Fertigungskapazitäten mit Packaging und Testanlagen in Suzhou (Longforce, ein Joint Venture mit dem taiwanesischen Unternehmen PTI) sowie in Zhongshan bei Shenzhen – wobei letztere erst vor zwei Jahren eröffnet wurde.

Neben der Verpackung betreibt Lexar hier auch Entwicklungsarbeit, da das Unternehmen seine eigenen SSD-Controller-Chips herstellt. Bei den Speicherchips selbst ist Lexar auf externe Lieferanten angewiesen - nämlich Samsung und SK Hynix - da Longsys nicht über eigene Kapazitäten zur Waferherstellung verfügt.

Ein Teil des Longforce-Werks von Lexar
Ein Teil des Longforce-Werks von Lexar

Produkte: mSSD und die Zukunft der KI

Da die Kosten für Speicher voraussichtlich hoch bleiben werden, kann sich Lexar der KI-Welle nicht vollständig entziehen. Für Systeme, die KI nutzen, entwickelt Lexar KI-orientierte SSD-Speicherlösungen, von denen sich das Unternehmen erhofft, dass sie einen Teil des Speicherbedarfs von KI-Anwendungen decken können, indem sie diese vom RAM auf die SSD auslagern. Dies geht natürlich zu Lasten der Geschwindigkeit, da SSDs langsamer sind und zudem durch die PCIe-Verbindung eingeschränkt werden.

Ähnlich wie bei der CF-Karte in den 1990er Jahren versucht Lexar nach wie vor Innovationen auf den Markt zu bringen. Lexar präsentierte uns seine mSSD-Lösung, einen noch kleineren SSD-Formfaktor als bei bestehenden M.2-Laufwerken, der bei Bedarf in einem M.2-Adapter verwendet werden kann. mSSDs sind winzig – sie messen lediglich 30 x 20 mm und bieten eine Kapazität von bis zu 2 TB. Um die Verbreitung dieser Lösung voranzutreiben, arbeitet Lexar nach eigenen Angaben mit Partnern wie Asus zusammen.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Lexar! Was sind eure persönlichen Erfahrungen mit der Marke? Teilt sie gerne mit uns in den Kommentaren!

Die Lexar Play X 2 TB mSSD
Die Lexar Play X 2 TB mSSD

Quelle(n)

Eigene

Lexar

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Der Autor hat Informationen zu diesem Artikel im Rahmen einer Veranstaltung des Herstellers erhalten. Etwaige Reise- und Unterbringungskosten wurden vollständig oder teilweise vom Hersteller übernommen. Eine Einflussnahme des Herstellers auf die Berichterstattung gab es nicht. Es bestand keine Verpflichtung zur Veröffentlichung.

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Autor: Benjamin Herzig, 17.06.2026 (Update: 18.06.2026)