
Diesen Flaggschiff-Saugroboter hält keine Türschwelle auf: Roborock Saros 20 im Test
Klettermaxe.
Der Saros 20 ist der neue Flaggschiff-Saugroboter 2026 von Roborock. Der Nachfolger des Saros 10R wartet mit einigen Verbesserungen auf, überwindet unter anderem bis zu 8,8 cm hohe Hindernisse. Wie gut er er saugt und wischt, sind nur einige Kriterien in unserem Roborock Saros 20 Test.Marcus Schwarten Veröffentlicht am
Roborock Saros 20 Testfazit: Keine Innovation, aber diverse Verbesserungen
Mit richtig spannenden Innovationen wartet der neue Saros 20 von Roborock nicht auf. Es ist eher eine moderate Weiterentwicklung des Saros 10R aus 2025 mit einigen sinnvollen Verbesserungen. Das neue Modell saugt stärker, klettert höher und kann auch sonst einiges besser als sein Vorgänger.
Beeindruckt hat im Test unter anderem die Kletterfunktion, dank dem der Saug- und Wischroboter bis zu 8,8 cm hohe Hindernisse überwinden kann, allerdings nur in zwei Schritten von 4,5 und 4,3 cm. Zudem präsentiert er sich dank des StarSight System 2.0 mit unter 8 cm ultraflach, was der Reinigung unter Möbeln zugutekommt. Die Hinderniserkennung des Saros 20 war im Test zuverlässig, die Reinigungsleistung gut.
Insgesamt macht Roborock mit seinem neuen Flaggschiff vieles richtig und hinterlässt einen sehr guten Eindruck, ohne allerdings mit neuen Innovationen die ganz große Begeisterung auszulösen. Wer bereits den Saros 10/10R hat und damit zufrieden ist, kann sich das Upgrade aus unserer Sicht sparen. Wer hingegen auf der Suche nach einem neuen Saug- und Wischroboter mit hervorragender Ausstattung ist und seinen Fokus auf das Saugen und weniger auf das Wischen legt, macht mit dem Roborock Saros 20 nicht viel verkehrt - bekommt aber auch bei der Konkurrenz für gleiches Geld spannende Alternativen.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung des Roborock Saros 20 beträgt 1.499 Euro, wobei er mit Rabatt und Geschenk startet. Erhältlich ist er beispielsweise bei Amazon sowie direkt bei Roborock.
Zudem gibt es exklusiv bei MediaMarkt den Saros 20X für 1.489 Euro UVP (anfangs ebenfalls günstiger). Die Unterschiede erklären wir weiter unten in unserem Roborock Saros 20 Test.
Inhaltsverzeichnis
- Roborock Saros 20 Testfazit: Keine Innovation, aber diverse Verbesserungen
- Ausstattung: Saugroboter überwindet bis zu 8,8 cm hohe Stufen
- Einrichten und App: Gewohnt gut
- Navigation und Hinderniserkennung: Fast perfekt
- Reinigungsleistung: Reinigt gründlicher als viele andere
- Akkulaufzeit und Stromverbrauch: Durchschnittlich
Auf der CES 2026 Anfang Januar hatte Roborock neben diversen weiteren Neuheiten auch seine neuen Flaggschiff-Saugroboter der Saros 20 Serie präsentiert. Diese setzt sich aus dem noch nicht verfügbaren Saros 20 Sonic mit vibrierendem Wischtuch und dem hier getesteten Saros 20 mit zwei rotierenden Wischmopps zusammen. Somit ist der Saros 20 der Nachfolger des Saros 10R aus dem vergangenen Jahr, während der Saros 20 Sonic auf den Saros 10 folgt.
Um die Verwirrung noch weiter zu steigern, bietet Roborock den Saros 20 auch noch in verschiedenen Versionen an: Saros 20 Set und Saros 20X. Worin sich diese unterscheiden, was für Neuerungen das Flaggschiff bietet und ob sich der Kauf lohnt, verät unser Roborock Saros 20 Test.
Datenblatt Roborock Saros 20 & Vergleich mit Saros 10R
| Eigenschaft/Modell | Roborock Saros 20 (2026) | Roborock Saros 10R (2025) |
|---|---|---|
| Navigation | StarSight System 2.0 | StarSight System 2.0 |
| Hinderniserk. | StarSight System 2.0 | StarSight System 2.0 |
| Saugleistung | 36.000 Pa | 20.000 Pa |
| Anti-Haarverhedderung | ja | ja |
| Seitenbürste ausfahr-/anhebbar | ja/nein | ja/ja |
| Wisch-Technologie | 2 Wischmopps | 2 Wischmopps |
| Ausfahr-/anheb-/ablegbar | ja/ja/ja | ja/ja/ja |
| Akku | 6.400 mAh | 6.400 mAh |
| Höhe des Roboters | 7,95 cm | 7,98 cm |
| Hindernisüberw. | 8,8 cm (4,5 + 4,3 cm) | 4 cm |
| Absaugstation | ja | ja |
| Moppwäsche | 100°C | 80°C |
| Mopp-Trocknung | 55°C | 55°C |
| Reinigungsmittel | ja | ja |
| Sprachassistent | ja | ja |
| Live-Video | ja | ja |
| Matter | ja | ja |
| Farbe | Schwarz | Schwarz |
| UVP | 1.499 Euro | 1.449,99 Euro |
| erhältlich bei | Amazon | Amazon |
Ausstattung: Saugroboter überwindet bis zu 8,8 cm hohe Stufen
Fangen wir mit unserem Roborock Saros 20 Testbericht entspannt an und werfen erst einmal einen Blick auf die Ausstattung des neuen Modells und damit auch auf die Unterschiede zum Vorgänger Saros 10R (ca. 1.450 Euro bei Amazon). Beide setzen auf das StarSight System 2.0, dank dem der Roboter komplett ohne Laserturm auskommt. Das resultiert in einer ultraflachen Bauform von nur 7,95 mm, was quasi identisch ist mit dem Vorgänger und generell gut für das Reinigen unter Möbeln ist.
Eine der Neuerungen des Saros 20 ist das AdaptiLift Chassis 3.0. Dies verbessert unter anderem die Kletterfähigkeit um mehr als das Doppelte. Während der Saros 10R Stufen bis 4 cm überwindet, schafft der Nachfolger dies bis 8,8 cm - allerdings erneut aufgeteilt auf zwei Schritte von 4,5 und 4,3 cm. Für die allermeisten Türschwellen dürfte dies allemal reichen. Wer noch größere Höhenunterschiede in seinem Zuhause hat, muss auf den Roborock Saros Rover warten.
Bei der Teppichreinigung kommt die neue dynamische Chassisanhebung zum Einsatz, dank welcher der Roboter bei Teppichen mit hohem Flor um bis zu 3 cm angehoben wird. Die Saugleistung hat sich im Vergleich zum Saros 10R fast verdoppelt, liegt nun bei 36.000 Pa. Erneut an Bord ist das Dual Anti-Tangle System mit zweigeteilter Hauptbürste, die ebenso wie die zwei Wischmopps (einer ausfahrbar, beide ablegbar) anhebbar ist. Das gilt hingegen nicht mehr für die ausfahrbare Seitenbürste. Mit der DirTect-Technologie soll der Roborock Saros 20 via KI Verunreinigungen erkennen und die Reinigungsstrategie hierauf automatisch anpassen. Wie gut das klappt, schildern wir weitern unten in diesem Testbericht.
Kommen wir vorher zum Lieferumfang - und damit den Unterschieden zwischen den Varianten des Saros 20. Soviel vorweg: Diese liegen lediglich im mitgelieferten Zubehör. Dem Saros 20 Set liegen zwei Ersatz-Wischtücher und ein weiterer Staubbeutel, aber kein Reinigungsmittel bei. Letztgenanntes gibt es neben zwei Ersatz-Wischmopps nur beim Roborock Saros 20X. Zudem gibt es zum Start neben Rabatt auch ein Zubehörpaket geschenkt. Das sei aber nur am Rande erwähnt, da zeitlich limitiert.
Im Test hatten wir den Saros 20 Set. Da keinerlei Reiniger beiliegt, haben wir dies beim Wisch-Test (trotz der Möglichkeit der automatischen Dosierung in der Station) in unseren Reinigungstests nicht berücksichtigt. Womit wir auch schon beim RockDock, der Reinigungsstation des Saros 20 sind. Die präsentiert sich im sehr ähnlichen Design des Saros 10R, kann nun aber die Mopps sowie sich selbst mit 100°C Heißwasser reinigen. Danach erfolgt eine 55°C Warmlufttrocknung. Dazu kommen neben der üblichen Selbstentleerung des Staubbehälters in einen Staubbeutel (der nun mit Frischluft getrocknet wird) unter anderem die bereits erwähnte Reinigungsmitteldosierung sowie das Aufladen in 2,5 Stunden.
Einrichten und App: Gewohnt gut
Erst kürzlich hatten wir den Roborock Qrevo Curv 2 Flow (749 Euro bei Amazon) getestet, zuvor schon viele andere Modelle von Roborock. Jedes Mal ist die Roborock App mit ihren vielen Features und der Übersichtlichkeit positiv aufgefallen. Das gilt auch für den Saros 20 Test, weshalb wir an dieser Stelle nicht unnötig viele Worte verlieren wollen.
Nach der unproblematischen Einrichtung, bei welcher der Nutzer gut an die Hand genommen wird, steht die übliche Kartierungsfahrt an. Die automatische Raumerkennung hat weitestgehend gut geklappt. Manuelles Nacharbeiten wie einzelne Raumnamen oder Sperrzonen ist schnell erledigt. Nach gut 10 Minuten war der Saug- und Wischroboter einsatzbereit.
Für die Reinigung bietet die Roborock App beim Saros 20 vier Optionen: "Saugen und Wischen", "Erst Saugen, dann Wischen" sowie jeweils nur "Saugen" und "Wischen". Für beide Reinigungsarten stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. So kann die Saugleistung in den gewohnten vier, die Wischfeuchte in 30 Stufen angepasst werden. Alternativ zu den Modi steht auch der AI SmartPlan zur Wahl. Hier passt sich der Roboter KI-gesteuert immer besser den Gegebenheiten an.
Abgerundet wird die Roborock App von zahlreichen Einstellungen für die allgemeine Reinigung, das Vorgehen bei Teppichen, die Dockingstation oder die Hindernisumgehung. Dazu kommen der eigene Sprachassistent Rocky, der auch Deutsch spricht, sowie eine Live-Videofunktion (nach Einrichtung). Kleiner Kritikpunkt: Der Saros 20 fühlte sich im Alltag bei Gesprächen gelegentlich angesprochen, obwohl das Aktivierungswort "Hallo Rocky" gar nicht gefallen war.
Navigation und Hinderniserkennung: Fast perfekt
Für die Navigation setzt Roborock auf das StarSight System 2.0, das schon im Saros 10R vor einem Jahr sein Können unter Beweis gestellt hatte. Da somit kein Laserturm mit 360-Grad-Rundsicht verbaut ist, muss der Roboter über die Sensoren in der Front sowie im Heck navigieren.
Das hat zur Folge, dass er sich gelegentlich ein Stück dreht, um sich im Raum zu orientieren. Dies geht natürlich etwas zu Lasten der Reinigungszeit, auf die wir weiter in unserem Roborock Saros 20 Test genauer eingehen. Insgesamt hat er so eine nicht ganz perfekte, aber sehr gute Leistung an den Tag gelegt. Die Routenplanung erfolgte in allen erreichbaren Bereichen flächendeckend, was eine Voraussetzung für ein gutes Reinigungsergebnis ist.
Beim Navigieren durch unsere Testumgebung hat der Saros 20 kaum "Feindkontakt" gehabt. Er hat bis auf gelegentliche leichte Berührungen mit dünnen, schwarzen Stuhlbeinen alle Möbel und Co erfolgreich, aber eng umfahren.
Auch bei den kleinen Testhindernissen hat der Saros 20 ein sehr gutes, aber nicht ganz tadelloses Ergebnis präsentiert. Ein einzelner Schnürsenkel ist ihm zum Opfer gefallen. Das ist zuvor aber schon vielen anderen Testkandidaten passiert, reicht so aber nicht ganz für Augenhöhe mit dem bei der Hinderniserkennung brillierenden DJI Romo (ab 790 Euro bei Amazon). Alle anderen kleinen Hindernisse wurden erfolgreich von den Sensoren in der Front gesehen, darunter auch der für viele andere Saugroboter ebenfalls oft "unsichtbare" 2x4-Klemmbaustein in einfacher Höhe.
Dank seiner enormen Kletterfähigkeit bis 8,8 cm (in zwei Stufen) überwindet der Roborock Saros 20 quasi jede Türschwelle. Im Praxis-Test hat er eine 4,5 cm hohe 90-Grad-Kante erfolgreich erklommen, auch wenn es zeitweise etwas mühsam aussah. Hierfür fährt er seine zwei kleinen Hilfsbeine aus, um sich erst vorne hochzubocken und anschließend den Hintern folgen zu lassen.
Reinigungsleistung: Reinigt gründlicher als viele andere
Mit 36.000 Pa hat Roborock die Saugleistung im Vergleich zum Vorgänger auf ein neues Level gehoben. Entscheidend ist aber nicht die Zahl, sondern was in der Praxis damit herauskommt. Auf glatten Flächen ist der Saugroboter über jeden Zweifel erhaben, kehrt mit seiner ausfahrbaren Seitenbürste auch in Ecken und unter Vorsprüngen gründlich.
Auf einem der Test-Teppiche mit mittellangem Flor hat er ebenfalls einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Mit automatischer Erhöhung der Saugleistung auf Teppichen (zu finden in den Teppicheinstellungen) und der Chassis-Anhebung hat er den größten Teil des Testdrecks aus feinem Sand, Krümeln und kurzen Hundehaaren beseitigt. Wird zudem die Teppichtiefenreinigung (Kreuzmuster) aktiviert, blieben nur wenige kleine Sandkörnchen im Flor zurück. Das ist ein hervorragendes Ergebnis.
Bei der Wischleistung hat der Roborock Saros 20 im Test einen mehr als soliden Eindruck hinterlassen. Er wischt nach unseren Eindrücken besser als manch andere Saugroboter mit zwei Wischmopps. So hat er unter anderem auch einige angetrocknete Flecken beseitigt, an denen sich vergleichbare Modelle schon schwergetan haben.
Der Testkandidat liegt aber nicht auf dem Niveau der besten Saugroboter mit Wischwalze, die auch eine Kreuzkontamination durch die stetige Reinigung der Walze verhindern. Mit den zwei Wischmopps gelingt dies dem Saros 20 nicht ganz so gut, auch wenn per KI starke Verschmutzungen im Test zumeist zuverlässig erkannt wurden. Dann bearbeitet der Roboter den Bereich nicht nur besonders gründlich, sondern fährt auch zur Wischmopp-Reinigung in die Station.
Akkulaufzeit und Stromverbrauch: Durchschnittlich
Für eine gute Vergleichbarkeit lassen wir Saugroboter in unserem Test stets 50 Quadratmeter mit Standardeinstellungen (mittlere Saugleistung und Wischfeuchte, einmalige Reinigung mit Standard-Route) reinigen. Hierfür hat der Roborock Saros 20 in unserer Testumgebung nicht sonderlich schnelle 1,5 Stunden benötigt. Hierbei ist er am Ende mit einem Akkustand von gut 40 Prozent zur Ladestation zurückgekehrt. Somit sind hochgerechnet rund 70 Quadratmeter ohne Nachladen möglich, wobei dies natürlich auch von der Umgebung abhängt.
Anschließend haben wir das Standard-Programm der Station (Absaugen, Moppwäsche und -trocknung) sowie den Ladevorgang durchlaufen lassen, bis der Saros 20 dann nach einigen Stunden mit knapp 5 W Standby-Verbrauch auf den nächsten Einsatz gewartet hat. Reinigt der Roboter einmal täglich besagte 50 Quadratmeter mit den genannten Einstellungen, ergibt sich nach unseren Messungen ein monatlicher Stromverbrauch von rund 11 kWh.
Auch die Lautstärke spielt bei einem Saugroboter natürlich eine nicht ganz unwichtige Rolle. Das gilt unter anderem für die Geräuschkulisse, die bei der mehrere Stunden dauernden Heißlufttrocknung der Wischmopps entsteht. Hier haben wir den Saros 20 mit rund 38 dB (aus 1 m Entfernung) gemessen, was ein hörbares, aber nicht sonderlich lautes Rauschen darstellt. Bei der kurzfristigen Wischtuchreinigung sind es bis zu 60 dB, beim Absaugen kurzzeitig sogar rund 70 dB.
Während des Reinigungsvorgangs tönt der Roboter im Standard-Saugmodus gut 60 dB laut, bei voller Saugleistung mit knapp 70 dB. Damit zeigt sich der Roborock Saros 20 im Test auf üblichem Niveau, wobei die reinen Fahrgeräusche (beispielsweise bei der Rückkehr zur Station) bei den letzten Saugrobotern von Dreame deutlich leiser waren.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.































