Dieser RISC-V-Handheld zeigt: Kein monatlicher Datentarif nötig

Valleytech Custom Solutions hat soeben die erste Bauanleitung für sein Tanmatsu LoRa Radio Deck veröffentlicht. Das Handheld-Terminal dürfte vor allem für alle interessant sein, die sich mit Off-Grid-Kommunikation beschäftigen – insbesondere für Nutzer, die ihre Hardware selbst besitzen und kontrollieren möchten. Designer Renze Nicolai setzt dabei nicht auf ein klassisches, geschlossenes Consumer-Design. Stattdessen basiert das Gerät auf offener Hardware, sodass Nutzer ihre Ausrüstung bei Bedarf sogar abseits der Werkstatt modifizieren oder reparieren können.
Das Herzstück des Decks ist der ESP32-P4 (derzeit rund 30 Euro auf Amazon). Der Chip stellt einen deutlichen Fortschritt für die Plattform dar und verfügt über zwei RISC-V-Kerne mit 400 MHz Taktfrequenz. Unterstützt wird er von 32 MB PSRAM sowie 16 MB Flash-Speicher. Damit die Haupt-CPU für die Benutzeroberfläche frei bleibt, übernimmt ein zusätzlicher ESP32-C6-Koprozessor die drahtlosen Aufgaben wie Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.
Für die visuelle Darstellung sorgt ein 7 Zoll großes MIPI-DSI-Display mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln. Das Gehäuse besteht aus einem robusten 3D-gedruckten Chassis, in dem eine vollständige QWERTY-Tastatur mit taktilen Dome-Switches untergebracht ist. Nutzer erhalten außerdem einen eigenen microSD-Kartenslot für schnelle Firmware-Wechsel sowie einen USB-C-Anschluss zum Laden des internen Lithium-Akkus. Damit sollte sich relativ einfach zwischen verschiedenen Betriebsumgebungen wechseln lassen.
Die LoRa-Konnektivität wird über ein modulares Funkmodul bereitgestellt, das die Frequenzbänder 433 MHz und 868 MHz unterstützt. Damit wird das Deck zu einem ziemlich leistungsfähigen Knotenpunkt für das Meshtastic-Protokoll, insbesondere für sichere Nachrichten ohne Mobilfunknetz. Auf der Rückseite des Geräts befinden sich SAO- und PMOD-Erweiterungsanschlüsse. Bastler können je nach Projektanforderung eigene Sensormodule oder Antennen mit hoher Verstärkung anschließen.
Valleytech plant, die erste Produktionscharge Anfang des zweiten Quartals 2026 zu veröffentlichen. Der finale Preis ist zwar noch nicht bestätigt, die Projektdateien stehen jedoch bereits unter der CERN Open Hardware License zur Verfügung. Dadurch kann jeder mit einem 3D-Drucker und einem Lötkolben seine eigene Version dieses Kommunikations-Hubs bauen, bevor die Retail-Kits offiziell an die Öffentlichkeit ausgeliefert werden.









