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Digitale Extreme: Warframe und Soulframe wollen nie KI-generierten Content nutzen

Ein Screenshot aus Warframe
ⓘ Digital Extremes
Ein Screenshot aus Warframe
Digital Extremes erklärt, weder in Warframe noch im kommenden Fantasy-Titel Soulframe KI-generierte Inhalte einzusetzen, und zieht damit eine klare Grenze, während immer mehr Studios generative KI zur Beschleunigung der Entwicklung nutzen. Der Das Unternehmen sei "ganz klar gegen KI" und verweist auf das wachsende Misstrauen gegenüber Online-Inhalten, nachdem versehentlich von KI erstellter Fan-Content gezeigt worden war.

Das Warframe-Studio Digital Extremes hat eine klare Grenze gegenüber Künstlicher Intelligenz gezogen. Die Videospielbranche setzt derzeit zunehmend auf GenAI-Tools, um Arbeitsabläufe zu verschlanken und die Effizienz zu steigern, von Konzeptgrafiken bis hin zu Spielinhalten. Das Studio hinter Warframe hat dagegen klargestellt, dass es an künftigen KI-Wettläufen nicht teilnehmen will.

In einem aktuellen Interview mit GameSpot auf der PAX East 2026 machte Warframe-Community-Direktorin Megan Everett deutlich, dass sowohl Warframe als auch das kommende Fantasy-Spiel Soulframe von Digital Extremes ohne KI auskommen sollen.

In dem Interview bekräftigte sie ihre ablehnende Haltung gegenüber KI und sagte: „Wir sind ein Unternehmen, das sehr klar gegen KI eingestellt ist, und hinter Warframe und Soulframe stehen ausschließlich Menschen. Ich will buchstäblich nicht einmal irgendeine Timeline öffnen und mir Kunst ansehen, weil ich mich frage: ‚Werde ich gerade getäuscht?‘ Ich weiß buchstäblich nicht einmal, ob das, was ich mir ansehe, echt ist. Das frustriert mich so sehr, es ist einfach nervig.“

Sie fügte hinzu: „Nichts in unseren Spielen wird KI-generiert sein. Niemals.“ Währenddessen setzen mehrere Studios KI ein, um Zeit zu sparen. Viele andere Entwickler befürchten jedoch, dass dadurch auf Dauer das Element menschlicher Kreativität verloren gehen und Videospielkünstler letztlich ersetzt werden könnten. Die Haltung und Entscheidung von Digital Extremes wirkt in dieser Frage besonders persönlich, vor allem angesichts der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt dieser Branche.

Everett verwies sogar auf ein aktuelles Beispiel aus einem der wöchentlichen Streams des Studios. Sie sah von Gundam inspirierte Fan-Kunst, hielt sie für handgemacht und zeigte sie erfreut im Stream. Rückblickend sagte sie dazu: „Ich fand das so großartig und habe es deshalb gezeigt. Sofort haben alle im Stream erkannt, was es war, und ich war am Boden zerstört. Es war verdammt raffiniert gemacht.“

Allein dieser Moment habe ihre Wahrnehmung von Kunstwerken allgemein erschüttert, weshalb sie inzwischen immer wieder abwägt, ob in den wöchentlichen Streams überhaupt noch Kunst gezeigt werden sollte. Viele langjährige Warframe-Spieler dürften beruhigt sein, dass das Spiel nicht den Weg der KI einschlägt. Für Spieler waren die tief ausgearbeitete Hintergrundgeschichte, die komplexen und detailreichen Missionen, Rüstungssets und Designs von Warframe immer von einer erkennbar menschlichen Handschrift geprägt.

Statt Abkürzungen zu suchen, um die Effizienz zu maximieren, ist Digital Extremes überzeugt, dass konsequent von Hand gestaltete Inhalte der bessere Weg sind.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > Digitale Extreme: Warframe und Soulframe wollen nie KI-generierten Content nutzen
Autor: Rahim Amir Noorali,  7.04.2026 (Update:  7.04.2026)