Display-Blender oder Budget-König? Günstige Tastatur mit magnetischen Tastern ausprobiert

Die große, technische Innovation im Bereich der Tastaturen war in den letzten Jahren sehr wahrscheinlich die Einführung von Tastern, welche nicht nur ein binäres Signal über das Vorhandensein der Betätigung geben können, sondern auch ein quasi analoges Signal über die Eindrücktiefe. Die Hator Skyfall 80 MAG Ultima Wireless 8K bietet eben solche Taster und kostet mit 99 Euro nur relativ wenig.
Layout und Ausstattung
Die Tastatur kommt im 80-Prozent-Layout. Das bedeutet, dass der Ziffernblock fehlt, allerdings gibt es den Sechserblock in angepasster Form. Hator verbaut auch einen zusätzlichen Drehregler, welcher der Steuerung der Lautstärke dient. Mit einem Druck auf diesen lässt sich die Audioausgabe stummschalten. Das Layout ist grundsätzlich sinnvoll. Zusätzliche Medientasten fehlen, allerdings ist dies nur beschränkt problematisch - dazu später mehr. Die Tastatur ist dabei trotz des relativ günstigen Preises sehr ordentlich verarbeitet. Im Vergleich zur Asus ROG Azoth 96 HE lässt sich die Tastatur mit doch sehr viel Kraft allerdings verwinden. Ein echtes Problem stellt das nicht dar. Es kommen PBT-Tastenkappen zum Einsatz, welche sich ebenso wie die Taster auswechseln lassen. Das nötige Werkzeug ist enthalten. Im Lieferumfang sind ein knapp über 1,8 Meter langes USB-Kabel, ein USB Typ A- zu Typ C-Adapter und der 2,4-GHz-Empfänger und zusätzliche Tastenkappen für verschiedene, europäische Länder enthalten. Die Anbindung über Bluetooth wird ebenfalls unterstützt.
Alltagserfahrungen und Tippgefühl
Im Hands-on wurden Tastatureingaben jederzeit problemlos registriert. Das Tippgefühl ist typisch für derartige, quasi-analoge Taster: flüssig ohne eine starke Spitze am Auslösepunkt. Trotzdem ergeben sich präzise Tastenanschläge, ein Verhaken oder Ähnliches ist nicht anzutreffen - gleichwohl wäre dies auch mehr oder weniger ein absolutes KO-Kriterium. Positiv aufgefallen sind uns die Software-Optionen: So gibt es sowohl eine Weboberfläche als auch eine Desktop-Software, welche beide alle nötigen Einstellungsmöglichkeiten mitbringen. Wohlgemerkt ist die deutsche Übersetzung ein wenig eigentümlich. Es lassen sich beispielsweise der Auslösepunkt genau und tastenspezifisch bestimmen. Zudem gibt es die Möglichkeit, verschiedene Funktionen auf eine Taste zu legen. Die Makro-Programmierung ist völlig unkompliziert mit durchaus vielen Funktionen möglich. Über die FN-Schicht lässt sich das Gros der Tasten noch einmal mit anderen Funktionen belegen und das nicht nur mit komplexeren Makros, sondern quasi gleichzeitig ausgelösten Tastenkombinationen für bis zu drei Tasten. Windows- und Multimedia-Funktionen lassen sich ebenfalls auf Tasten legen. Die Funktionstasten sind sinnvoll vorbelegt. Wird eine Wireless-Verbindung genutzt, dauert die Übernahme der Einstellung durchaus mehrere Sekunden. Darauf wird hingewiesen, optimal ist das nicht.
Beleuchtung und Fazit
Man kommt eigentlich nicht mehr drumherum: Eine RGB-Beleuchtung bietet die Hator Skyfall 80 MAG Ultima Wireless 8K ebenfalls, welche sich auch für einzelne Tasten konfigurieren lässt. Zudem gibt es eine Beleuchtung an der Seite. Die RGB-Beleuchtung ist für Nutzer, die es wollen, durchaus ein Mehrwert, die Beleuchtung aller schwarzen Tasten ist aber deutlich schlechter erkennbar. Apropos Mehrwert: Die Tastatur kommt mit einem sehr kleinen Display. Dieses zeigt die Uhrzeit, Verbindungsart, Eingabeprofil und auch die aktivierte Umschalttaste an. Eigene Bilder oder Animationen lassen sich ebenfalls anzeigen. Wirklich gebraucht hätte es diese aber nicht unbedingt, die Ablesbarkeit ist nicht optimal.
Unterm Strich ist die Hator Skyfall 80 MAG Ultima Wireless 8K eine kompetente, günstige Tastatur, die eine Empfehlung wert ist. Ob die nur bei der Hator Skyfall 80 MAG Ultima Wireless 8K drahtlos nutzbare Abtastrate von 8.000 Hz den Aufpreis von rund 20 Euro wert ist, wollen wir allerdings doch deutlich infrage stellen. Wir hätten uns eher noch eine Budget-Version ohne Display und RGB-Beleuchtung gewünscht – und eine Möglichkeit, den USB-Dongle in der Tastatur unterzubringen. Eine Handballenauflage fehlt. Angesichts der relativ hohen Bauhöhe von 1,6 Zentimetern (vorne) ist das in Bezug auf die Ergonomie natürlich nicht ganz optimal.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.
Quelle(n)
Eigene, Hator
















