Mechanische Tastaturen mit eingebauten Displays sind nichts Neues – Modelle wie die Gamakay TK75 v2, die wir bereits getestet haben (auf englisch), nutzen ein kleines Display für bessere Anpassungsmöglichkeiten und praktische Konfigurationsinfos. Finalmouse wollte mit der Centerpiece jedoch eine Schippe drauflegen. Es handelt sich um eine eine 65-Prozent-Gaming-Tastatur, die gleichzeitig ein Bildschirm ist. In diesem Fall sitzt das Display direkt unter den Tastenkappen, die aus transparentem Polycarbonat bestehen. Die Idee dahinter: Das Unter-Tasten-Display soll nicht nur coole Effekte zeigen, sondern auch funktionale Möglichkeiten eröffnen – etwa alternative Tastenbelegungen oder häufig genutzte Shortcuts einblenden. Nach langer Zeit in der Entwicklungs-Hölle hat Finalmouse nun laut einem Post auf dem X-Account des Unternehmens endlich damit begonnen, die erste Produktionswelle auszuliefern.
Finalmouse hatte die Centerpiece-Tastatur bereits 2023 angekündigt, doch seitdem wurde das Projekt mehrfach verschoben. Einige Vorbesteller warten sogar seit zwei Jahren – seit die ersten Preorders gestartet sind. Auch der eigentliche Launch verlief alles andere als reibungslos: Zahlreiche Entwicklungsprobleme und Produktionsverzögerungen schoben den Versandtermin der unkonventionellen Gaming-Tastatur immer weiter nach hinten. Derzeit ist die Finalmouse Centerpiece ausverkauft, aber sobald sie wieder verfügbar ist, soll sie für 349 US-Dollar angeboten werden.
Die Centerpiece verfügt über ein 2K-Display unter klaren Hall-Effect-Switches und nutzt ein eigenes Keycap-Design mit integrierter Feder und einer angegebenen Auslösekraft von 55 g. Diese maßgeschneiderte Lösung war notwendig, um das Display unter den Tasten zu realisieren. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass keine anderen gängigen Hall-Effect-Switches verwendet werden können, etwa die Gateron Magnetic Jade Pros (derzeit rund 69 Euro für 70 Stück auf Amazon).
Produktionsmängel am Gehäuse der ersten Finalmouse-Centerpiece-Charge
Auch wenn die Finalmouse Centerpiece ein außergewöhnliches Tipp- und Gaming-Erlebnis verspricht – inklusive Features wie 0,1 mm einstellbarem Auslösepunkt, Rapid Trigger, SOCD und 8-kHz-Polling – gibt es in sozialen Netzwerken wie Reddit einige Beschwerden von Käufern. Sie berichten, dass ihre Tastaturen mit Kratzern oder anderen Schönheitsfehlern im oberen Gehäuse angekommen sind. Finalmouse erklärt, dass diese „Kratzer“ eigentlich sogenannte "nit marks" aus dem Spritzgussverfahren seien und „komplett verschwinden, sobald das Tastatur-Display eingeschaltet ist“. Einige Nutzer sind mit dieser Erklärung aber unzufrieden – vor allem angesichts des durchaus hohen Preises der Tastatur.















