E/V Neutilus hat in bis zu 5.000 Metern Tiefe mehrere Tiefsee-Leuchtquallen filmen können. Die Bilder sind bereits im Oktober 2025 im Rahmen der Expedition NA176 entstanden und wurden jetzt auf den Youtube-Kanal von Nautilus Live veröffentlicht.
Zu sehen sind in der Nähe der Cook-Inseln inmitten des Pazifik Qualen, die laut Videobeschreibung entweder den Crossota Millsae oder Crossota aff. Millsae, also eine Unterart der Tiefsee-Leuchtqualle, die im Englischen auch Psychedelic Medusa genannt wird. Auf dem Video wirkt insbesondere die erste gezeigte Qualle (Crossota aff Millsae) mit ihren Farben faszinierend auf den Betrachter. Sie wurde in 5.048 Metern Tiefe aufgenommen.
Das ist vor allem deswegen interessant, weil die wenigen beschreibenden Artikel im Internet eine derartige Tiefe gar nicht nennen. Meist ist bei etwa 4.000 Metern die Untergrenze erreicht. Die Quallen bewegen sich aber auch in Bereichen bis 1.000 Meter.
Dabei ist anhand der Bilder nicht zu erkennen, in welchem enormen Druck sich diese Lebewesen verglichen mit der Oberfläche bewegen. Für ein Smartphone ist beispielsweise schon eine Wassersäule von zehn Metern eine große Herausforderung. Hier muss allerdings auch verhindert werden, dass Wasser in die Luftumgebung innerhalb des Smartphones eintritt.
Aufgrund des Tiefsee-Fokus bringt das Exploration Vessel Nautilus immer wieder auffallend farbenfrohe Bilder aus absoluter Dunkelheit an die Oberfläche. Neben der Tiefseebevölkerung werden zum Teil auch versunkene Schiffe näher untersucht.
Die drei Wochen andauernde Mission NA176 rund um die Cookinseln bildete den Abschluss für das Jahr 2025. Die 2026er-Saison wird aktuell vorbereitet. Unter anderem findet aktuell ein Design-Wettbewerb statt.








