Die NASA präsentiert mit dem Bild des Monats in ihrem Science Calendar eine spektakuläre Aufnahme: Sprites (englisch für „Kobold“) gehören zu einer größeren Kategorie von Ereignissen, die als transiente Leuchterscheinungen (englisch: Transient Luminous Events, kurz TLEs) bezeichnet werden. TLEs sind kurze, aber kraftvolle Lichtemissionen, die durch Gewitter erzeugt werden. Sie entstehen in großer Höhe über den Gewittern und unterscheiden sich deutlich von den Blitzen, die wir gewöhnlich sehen.
Blitze treten normalerweise innerhalb von Wolken oder zwischen Wolken und dem Boden auf. Sprites, wie jener, der über dem Château de Beynac beobachtet wurde, sind die häufigste Art von TLEs. Dennoch begegnet man ihnen nicht jeden Tag, da sie in extrem hohen Schichten der Atmosphäre entstehen und nur von sehr kurzer Dauer sind. Sie treten in einer Höhe von etwa 80 Kilometern über der Erdoberfläche auf und halten nur wenige Millisekunden an.
Sprites sind meist rot oder rötlich-orange. Aufgrund ihrer flüchtigen und unvorhersehbaren Natur werden sie mit Elfen oder Kobolden (im Englischen entsprechend „Sprites“ genannt) aus der europäischen Folklore in Verbindung gebracht. Dies ist auch die Erklärung für ihren Namen. Sprites haben ein charakteristisches Aussehen, lassen sich jedoch anhand kleinerer Unterschiede in drei Kategorien unterteilen: Quallenförmige (Jellyfish-Sprites), säulenförmige (Column-Sprites) und karottenförmige (Carrot-Sprites).
Zu den weiteren bekannten TLEs (Transient Luminous Events) gehören gigantische Jets (Gigantic Jets), blaue Jets (Blue Jets), Halos und ELVEs (Emissions of Light and Very Low Frequency perturbations due to Electromagnetic Pulse Sources). Über diese Ereignisse gibt es immer noch viel Unbekanntes. Bilder wie dieses liefern Wissenschaftlern weitere Daten für die Erforschung der TLEs.
Quelle(n)
NASA und Spritacular












