Echtes Video: Arnold Schwarzenegger lässt Roboter in Schmelzofen springen

Der F.02 hat bei Figure inzwischen ausgedient. Die neue F.03-Flotte wächst und laut Hersteller lohnt es sich nicht mehr, die ältere Generation parallel instand zu halten. Und was macht man mit den ausrangierten Robotern? Sie gewöhnlich zu verschrotten, kam nicht infrage. In den Maschinen stecken immerhin eigens entwickelte Aktuatoren, proprietäre Hardware und anderes geistiges Eigentum. Auch eine Demontage war keine Option. Laut Figure wäre das so aufwendig, dass sich die Arbeiten am kommenden F.04 verzögern würden.
Die Lösung ist so simpel wie dramatisch: einschmelzen. Wie Figure im eigenen Blog erklärt, soll die Idee dazu niemand Geringeres als Arnold Schwarzenegger geliefert haben, nachdem Figure im Netz nach Vorschlägen für den Abschied von F.02 gefragt hatte. Für das anschließende Video wurde der Schauspieler sogar angeheuert: Schwarzenegger, voll mit Schutzkleidung ausgestattet, führt einen Roboter zum Schmelzofen. Am Ende des 3:40-minütigen Videos nimmt er seinen Gesichtsschutz ab und sagt: „Figure 2 has been decommissioned.“
Ein passender Schmelzofen war allerdings gar nicht so leicht zu finden. Anlagen in den USA und Mexiko winkten Figure zufolge ab, unter anderem wegen der Lithium-Ionen-Akkus in den Robotern. Fündig wurde man schließlich im finnischen Imatra, wo ein 75-Tonnen-Lichtbogenofen bereitstand.
Damit die F.02 nicht einfach hineingeworfen werden mussten, trainierte Figure sie zuvor darauf, sich mit einem möglichst spektakulären Sprung zu verabschieden. Auf dem Firmengelände in San José übten die Maschinen Sprünge auf große Luftkissen, wobei Bewegungen von Stunt Artists als Vorlage dienten. Ein eigens trainiertes KI-Modell sollte dafür sorgen, dass die Roboter möglichst präzise in den flüssigen Stahl springen – und das taten sie auch. Figure betont ausdrücklich, dass die Szenen nicht KI-generiert seien. Wie viele F.02 tatsächlich eingeschmolzen wurden, verrät das Unternehmen nicht. Ein Großteil der Flotte soll mittlerweile aber verschwunden sein.
Auf YouTube kommt die Aktion gut an. Viele Zuschauer feiern die aufwendige Inszenierung und Schwarzeneggers Auftritt. Dominiert wird die Kommentarsektion aber von einem Running Gag: Sollte es irgendwann zum Roboteraufstand kommen, dürfte dieses Video wohl als Beweismaterial dienen, das wahrscheinlich nicht zugunsten der Menschen gewertet werden wird.








