5.000 Euro für einen Roboter, den es noch gar nicht gibt: Jeder Vierte wäre dabei

Die Vorstellung ist verlockend: Fenster putzen, kochen, aufräumen und Wäsche waschen - all das sollen in Zukunft Maschinen in Menschenform erledigen. Für viele Menschen in Deutschland ist dieses Szenario nicht mehr reine Science-Fiction. Vier von zehn Deutschen - exakt 42 Prozent - erwarten, dass humanoide Haushaltsroboter in einigen Jahren Alltag sein werden.
Mehr als jeder Vierte - genau 28 Prozent - würde 5.000 Euro oder mehr für eine humanoide Haushaltshilfe zahlen. Für einen Teil der Befragten sitzt das Geld sogar noch deutlich lockerer. 5 Prozent der Deutschen würden für so einen Roboter Summen von 10.000 Euro oder mehr in die Hand nehmen. Weitere 23 % planen mit Ausgaben zwischen 5.000 und knapp 10.000 €. Daneben gibt es noch 15 %, die zwar prinzipiell den Geldbeutel aufmachen würden, denen die Schwelle von 5.000 € dann aber schlicht zu teuer ist. Damit ergibt sich rechnerisch eine grundsätzliche Zahlungsbereitschaft von 43 Prozent.
Diese hohe Zahlungsbereitschaft trifft auf eine Branche, die gerade erst an der Schwelle zur Serienproduktion steht. Der chinesische Hersteller Xpeng hat im September 2026 seine Iron-Roboter-Produktionslinie in Betrieb genommen. Die Serienproduktion soll Ende des Jahres starten und erste Auslieferungen sind für 2027 geplant. Auch Tesla hat für den Optimus bislang keinen offiziellen Verkaufspreis für Endkunden genannt.
Dass die Erwartungshaltung der Konsumenten in Deutschland und die Entwicklungen der Tech-Konzerne jedoch immer weiter konvergieren, zeigen aktuelle Präsentationen der Hersteller. LG demonstrierte Anfang 2026 mit dem CLOiD auf der Technikmesse CES in Las Vegas bereits ein konkretes Szenario für das automatisierte Zuhause. Der Roboter soll Milch aus dem Kühlschrank holen, das Frühstück vorbereiten, Waschzyklen starten und die Wäsche falten. Das norwegische Robotik-Start-up 1X geht noch einen Schritt weiter und will seinen humanoiden Roboter Neo noch im Jahr 2026 als Haushaltshilfe in den USA einführen. Der anvisierte Preis verdeutlicht allerdings die derzeitige Kluft zwischen Wunsch und Realität: 1X peilt für den Neo einen Preis von rund 20.000 US-Dollar an.
"5.000 Euro für ein Gerät, das es noch gar nicht gibt - das ist bemerkenswert", sagt Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom. Das Bild von den angeblich so technikfeindlichen Deutschen treffe zumindest auf die große Gruppe der Roboter-Fans nicht zu. Aktuell nutzen bereits 52 Prozent der Menschen in Deutschland digital vernetzte Smart-Home-Geräte.










