
Elgato Stream Deck+ mit XLR Dock MK.2 im Test: Warum dieses Setup jeden PC besser macht
PC-Kontrolle auf Knopfdruck.
Mit dem neuen XLR Dock MK.2 erweitert Elgato sein Audio-Ökosystem gezielt für Creator – dabei kann das System weit mehr. In Kombination mit Wave Link 3.0 wird aus dem Zubehör eine vielseitige Steuerzentrale für Audio, Apps und Workflows. Die Möglichkeiten, die wir im Test entdecken, sind nicht nur für Creator spannend.Christian Hintze Veröffentlicht am 🇺🇸 🇳🇱 ...
Testfazit - Alltag und Streaming, sinnvoll für jeden
Das neue XLR Dock MK.2 ist ideal für Kreative, die ihr XLR-Mikrofon am PC via Stream Deck steuern wollen - das funktioniert hervorragend und durch die vielen tollen Plugins auch in jeder Software.
Für mich wirklich neu war jedoch die Erkenntnis, dass ich auch bei meiner Non-Creator-PC-Benutzung viel Spaß mit dem Stream Deck+ hatte und von den Vorteilen profitieren konnte. Mit nur 1 Tastendruck sämtliche benötigte Apps automatisch starten und anordnen zu lassen, fühlt sich einfach extrem befriedigend an. Dabei habe ich erst einen kleinen Einblick darin gehabt, was mit dem Deck noch alles möglich ist, es macht einfach Spaß die vielen Möglichkeiten zu entdecken den eigenen PC per Tastendruck zu steuern.
Und die neue Wave Link 3.0 Software ist eine exzellente Hilfe für Streamer diverse Audiogeräte und -eingänge zu bündeln oder zu trennen und als virtuelle Mixes diversen Apps zuzuweisen. Die Software macht einen sehr durchdachten Eindruck, ist dabei simpel aufgebaut und offeriert zugleich viele Möglichkeiten.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Ab €175 bekommt man das Stream Deck+ mit 4 Drehreglern. Leider kostet das XLR Dock mit €125 nicht viel weniger. Das Mikrofon Wave DX kostet ab 96 Euro.
Inhaltsverzeichnis
- Testfazit - Alltag und Streaming, sinnvoll für jeden
- Elgato Wave Next: Neue Audio-Plattform im Überblick
- Stream Deck+ mit XLR Dock MK.2: Aufbau und Einrichtung
- Hardware im Detail: Tasten, Drehregler und Touchscreen
- Plugins und Funktionen des Stream Deck+: Workflows per Tastendruck
- Wave Link 3.0 im Test: Flexibles Audio-Mixing für PC
Elgato Wave Next: Neue Audio-Plattform im Überblick
Elgato launcht derzeit Wave Next, so nennt Elgato gerade ihre neue, umfassende Audio-Produktlinie für Creator, Streamer, Podcaster und Professionals. Im Zentrum Wave Link 3.0, eine PC-Audio-Mixing-Software, die mit nahezu jedem Mikrofon, Mischpult oder Audio-Interface kompatibel ist.
Wir nehmen das XLR Dock MK.2 und Wave Link 3.0 zum Anlass selbst einmal die Vorzüge eines PC-Bedienpultes auszuprobieren. Dafür testen wir das Stream Deck+ in Verbindung mit dem erwähnten Dock, dem dynamischen XLR-Mikrofon Wave DX sowie der neues Wave Link 3.0 Software.
Stream Deck+ mit XLR Dock MK.2: Aufbau und Einrichtung
Unser Setup: Wir wollen das XLR-Mikrofon Wave DX via Stream Deck+ an einen PC anschließen und steuern. Unser PC hat aber natürlich keinen XLR-Mikrofoneingang. Auch das Stream Deck+ hat zunächst keinen.
Also tauschen wir zuerst die Standard-Grundplatte des Stream Decks+ gegen das neue XLR Dock MK.2. Dazu entfernen wir 2 Schrauben, stecken das Dock in den USB-C-Port des Stream Deck+ und setzen die Schrauben wieder ein.
Danach bauen wir das Mikro auf (ein Ständer/Halterung wird nicht mitgeliefert), verbinden es per XLR-Kabel mit dem Stream Deck+ und dieses dann per USB-C mit unserem PC. Das Stream Deck+ wird prompt erkannt und in den Sound Einstellungen gleich als Standard für die Audiowiedergabe und -aufnahme ausgewählt.

Wollen wir aber mehr mit dem Stream Deck+ tun, steht die Einrichtung der Software an: Unter elgato.com/downloads laden wir herunter:
- Stream Deck Software
- Wave Link 3.0
- Wave Link Plugin für das Stream Deck
Für Plugins leitet Elgato auf den Marketplace weiter, wofür wir leider einen Account erstellen müssen. Hier tummeln sich etliche coole Plugins, die meisten sind kostenlos.
Hardware im Detail: Tasten, Drehregler und Touchscreen
Kurz zum Gerät: Oben befinden sich 8 Tasten in zwei Reihen, darunter gibt es einen Touchscreen, darunter wiederum 4 Drehknöpfe, die sich außerdem noch drücken lassen. Per XLR Dock MK.2 kann man nun noch Mirkrofon und Kopfhörer anschließen. Die Tasten unterstützen zudem 3 Funktionen: 1x drücken, doppelt drücken oder gedrückt halten.
Plugins und Funktionen des Stream Deck+: Workflows per Tastendruck
Spätestens wenn man einmal in die unendliche Anzahl von coolen Plugins reingeschnuppert hat, wird das Deck+ zur absoluten Spielwiese, bald kommt man nicht mehr aus dem Ausprobieren heraus. Nur ein paar Beispiele:
- Apps auf Tastendruck starten
- Ordner öffnen (z.B. Screenshots)
- Tastenkombinationen definieren (Desktop anzeigen, Bildschirmfoto, Strg + C usw.)
- eine von über 200 Windows-Funktionen ausführen (Herunterfahren, Sleep, Zip...)
- Ordner mit 8 neuen (App-)Funktionen für alle Tasten anlegen (OBS, Discord etc.)
- Wechsel der Audioausgabe von Lautsprecher zu Kopfhörer
- Taste mit beliebigem Text belegen
- Smilie-Panel öffnen
- Sounds abspielen
- Stummschaltung von Mikros oder Sound
- Wetter- oder PC-Infos (Temperatur, Fan Speed) anzeigen lassen
- Smart Geräte steuern
Besonders cool sind die Multifunktionen, wodurch einer Taste mehrere Funktionen zugewiesen bekommt, die alle hintereinander abgearbeitet werden. So kann ich morgens mit einem Tastendruck den Browser starten, Word, Thunderbird und LocalSend öffnen, Musik wiedergeben lassen usw. und alle Fenster automatisch in Kacheln anzuordnen - mega cool!
Durch den Touchscreen kann ich "1 Seite weiter wischen" und bekomme eine komplett neues Set an freien Tasten und bin nicht auf die 8 Grundtasten beschränkt.
Wave Link 3.0 im Test: Flexibles Audio-Mixing für PC
Wave Link 3.0 mixt Hardwarequellen und Softwareeingänge und erstellt damit bis zu fünf unabhängige Submixes. So lassen sich bspw. die eigene Stimme über das Wave DX Mikrofon (Hardware) mit den Sounds eines Games (Software) in einen Stream-Mix packen, während ein anderer Mix gleichzeitig noch Spotify aufs eigene Ohr schickt. Oder man möchte die gleiche Quelle in Mix 1 leiser haben als in Mix 2.
Die Mixes tragen sich in den Soundgeräten als Input ein und lassen sich in Apps (z.B. OBS) simpel auswählen und umschalten. Dadurch kann man bspw. in OBS zwischen einem "Input" Stream-Mix und Chat-Mix umherschalten.
Dank kanalspezifischer Effektverarbeitung kann jede Quelle auch noch individuell mit VST-Plugins optimiert werden.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.
















