Light+Building | Erste Fritzbox bekommt bald Matter und günstigeres Thermostat auch für professionelle Installationen

Auf der Light+Building in Frankfurt am Main hat Fritz (ehemals AVM) das Matter-Update für die Fritzbox 5690 Pro angekündigt und auch gleich demonstriert. Nach einer langen Laborphase und anschließender finaler Phase mit dem Gateway des Unternehmens, kommt damit erstmals Matter auf eine Fritzbox.
Die Laborphase für die 5690 Pro wird in wenigen Wochen starten, wie uns Fritz auf der Messe sagte. Wie gehabt ist das nur etwas für experimentierfreudige Anwender und nichts für den produktiven Betrieb. Wer Matter im produktiven Betrieb nutzen will, der sollte weiter das Gateway nutzen, das auch weiterhin einmal pro Quartal ein Update bekommen soll.
Matter wird auf der Fritzbox 5690 Pro in der Version 1.4 bereitgestellt und öffnet dann sowohl das DECT-ULE-Smart-Home-Universum als auch das Zigbee-Universum für andere Matter-fähige Geräte. Interessant ist das auch, weil Matter 1.4 das Thema Energiemanagement und Messdaten stärker betrachtet, so Fritz.
Dabei profitiert Fritz natürlich von den bisher gesammelten Erfahrungen mit dem Gateway, wie uns das Unternehmen auf der Messe sagte. Man kennt also auch die Probleme, die mit dem Matter-Standard aktuell zu erwarten sind.
Das Interessante an dem Start mit der Pro-Box ist allerdings, dass die Nutzerbasis auf einen Schlag deutlich vergrößert wird. Gleichzeitig ist die 5690 Pro aber nicht die am weitesten verbreitete Fritzbox, sondern vor allem ein Modell, welches Technikaffine nutzen, die entsprechend viel Erfahrung haben müssten. Das dürfte ein guter Start sein, um später dann andere Fritzboxen mit Matter auszustatten.
Wann und wie das umgesetzt wird, bleibt aber weiter offen. Denkbar ist, dass Fritz erstmal die Laborphase bei der ersten Fritzbox komplett abwartet, ehe man sich an weitere Fritzboxen wagt.
Neues Thermostat für Schulen, Gebäude und Co.
Passend zur Light+Building hat Fritz auch ein neues Thermostat angekündigt, das sich sowohl für Nutzer empfehlen soll, die etwas Geld sparen wollen, als auch große Installationen in Schulen, Hotels und Co. Das Fritzsmart Thermo 303 soll günstiger als das 302er-Modell werden, das aktuell zwischen 45 und 55 Euro schwankt. Den genauen Preis nannte Fritz aber noch nicht.
Die Kosten sollen aber niedriger sein, weil Fritz sich das E-Paper-Display spart. Stattdessen hat das unscheinbare Thermostat nur fünf weiße LEDs und auch nur einen Knopf. Eingerichtet wird das Thermostat über die Smart-Home-App des Herstellers.
Damit fällt das Thermostat auch kaum auf. Selbst der Fritz-Schriftzug ist sehr dezent gehalten. Das neue 303er-Thermostat soll daher auch Kunden im Bereich des Projektgeschäfts anziehen, wo dutzende oder hunderte Thermostate verlangt werden. Fritz wird optional auch eine installierbare Schutzfunktion bieten. Das soll verhindern, dass man einfach die Batterien entnehmen kann.
Das 303er-Thermostat ist zunächst einmal nur grob angekündigt. Wann es auf den Markt kommt, ist noch unklar.

Quelle(n)
Fritz / Light+Building





