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Ethereum schlägt Bitcoin - sagt Citadel-Gründer Ken Griffin

Die Effizienz soll entscheiden, ob Ethereum oder Bitcoin sich durchsetzen werden. (Quelle: Ethereum, Bitcoin)
Die Effizienz soll entscheiden, ob Ethereum oder Bitcoin sich durchsetzen werden. (Quelle: Ethereum, Bitcoin)
Der Gründer und CEO von Citadel verrät auf dem DealBook Summit der New York Times, wie seine Prognose für die Zukunft der Kryptowährungen aussieht. Er positioniert sich dabei klar für das Ethereum-Netzwerk und nennt gute Gründe.

Multi-Milliardär Kenneth Griffin, Gründer und alleiniger Vorsitzender des Finanzdienstleisters Citadel, hat im Gespräch mit der New York Times seine Einschätzung zur weiteren Entwicklung der wichtigsten Kryptowährungen Bitcoin und Ether offengelegt.

Der Mann, dessen Unternehmen etwa 40 Milliarden Dollar verwaltet, sieht den Ansatz des Ethereum-Netzwerks klar im Vorteil gegenüber der Konzeption von Bitcoin. Insbesondere sieht er Vorteile bezüglich der Geschwindigkeit und der entstehenden Kosten einer Transaktion. Der derzeitig geringe Vorsprung soll sich mit dem ETH2-Upgrade wesentlich vergrößern.

Gleichzeitig spricht er explizit Bitcoin die kommerzielle Nutzbarkeit ab. Zwar sei die Blockchain-Technologie "wirklich interessant" und könne für weltweite Projekte eingesetzt werden. Für die meisten unserer Probleme stelle sie aber nicht die passende Lösung dar.

Die Kosten machen den Unterschied

Zur Untermauerung nennt Griffin für die Zahlung mit Bitcoin Kosten von knapp 4 Euro für eine einzelne Transaktion. Im Vergleich dazu werden bei der Verwendung einer Girocard oder einer anderen Debitkarte nur etwa 0,5 Prozent der Gesamtsumme fällig. Geldtransfers unterhalb von 800 Euro sind nach dieser Rechnung mit Bitcoin teurer als auf klassischem elektronischen Weg.

Hinzu kommen natürlich die hohen Stromkosten, welche mit einem gigantischen CO2-Fußabdruck einhergehen. Ausgehend von Analysen, die etwa die University of Cambridge bereitstellt, würden mehr als 2 Millionen Visa-Zahlungen benötigt, um den CO2-Ausstoß einer Bitcoin-Transaktion zu erreichen.

Auch wenn die genaue Zahl von vielen Variablen abhängt, zeigt allein das grobe Verhältnis ein nicht unwesentliches Problem aktueller Kryptowährungen. Zudem ist nicht anzunehmen, dass der Markt für Bitcoin, Ethereum und Co. demnächst schrumpfen wird. Somit stiege tendenziell auch der Strombedarf.

Zur Frage, ob er selbst befürchtet, den Sprung auf den Zug der Kryptowährungen bereits verpasst zu haben, bleibt Griffin optimistisch. Noch befände sich der Krypto-Zug im metaphorischen Bahnhof.

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Autor: Mario Petzold, 12.11.2021 (Update: 12.11.2021)