F-Droid 2.0: Größtes Update seit 10 Jahren ändert fast alles

Seit mehr als einem Jahrzehnt erleichtert F-Droid Android-Nutzern das Auffinden und Installieren kostenloser Open-Source-Apps. Nun wurde F-Droid 2.0 angekündigt und bezeichnet die neue Version als größtes Update der App seit zehn Jahren. Nach mehr als einem Jahr Entwicklungszeit und 14 Testversionen bringt die Veröffentlichung eine vollständig überarbeitete Benutzeroberfläche sowie umfangreiche Änderungen bei der Suche, Installation und Verwaltung von Apps.
Ein Großteil der neuen Gestaltung soll die Navigation durch den wachsenden App-Katalog von F-Droid vereinfachen. Die Hauptnavigation umfasst nun "Entdecken", "Suche" und "Meine Apps", während die Einstellungen und Nearby Swap in die obere Leiste verschoben worden sind. Unter "Entdecken" werden Kategorien, neu hinzugefügte Apps, kürzlich aktualisierte Anwendungen und die am häufigsten heruntergeladenen Titel gebündelt. Die Suche berücksichtigt jetzt neben App-Namen auch Beschreibungen, Kategorien und übersetzte Inhalte und funktioniert auf Chinesisch, Japanisch und Koreanisch zuverlässiger. Die Ergebnisse lassen sich zudem nach Kategorie, Gerätekompatibilität und Anti-Features wie der Abhängigkeit von unfreien Diensten filtern. Nearby Swap ermöglicht weiterhin den direkten Austausch von Apps zwischen Geräten ohne zentralen Server, eine zuverlässigere Version befindet sich jedoch noch in Entwicklung.
Auch die Verwaltung von Installationen und Updates ist überarbeitet worden. F-Droid 2.0 nutzt ein einheitliches Installationssystem, das Androids API zur Vorabgenehmigung unterstützt. Auf kompatiblen Geräten lässt sich eine Installation dadurch bereits kurz nach der Auswahl einer App bestätigen, anstatt bis zum Abschluss des Downloads warten zu müssen. Der Client kann außerdem automatisch im Hintergrund nach Updates suchen und diese unter Berücksichtigung der bestehenden Einstellungen installieren. Die Aktualisierung per Wischgeste ist entfallen. Eine manuelle Suche nach Updates befindet sich nun im Drei-Punkte-Menü unter "Meine Apps", während die Einstellungen für Netzwerk und Datenverbrauch neu geordnet worden sind.
F-Droid 2.0 verändert auch die Funktionsweise einiger Datenschutzwerkzeuge. Die Tor-Unterstützung wird vereinfacht, indem die automatische Erkennung entfällt und die bisherige Option "Tor verwenden" in die allgemeinen Proxy-Einstellungen integriert wird. Als empfohlene Methode zur Weiterleitung der App-Verbindungen über Tor gilt nun ein Tor-VPN. Die Tarnfunktion gibt F-Droid nicht mehr als funktionsfähigen Taschenrechner aus, sondern ändert lediglich das Symbol und den Namen. In den Android-Einstellungen bleibt die App weiterhin sichtbar. Auch das Löschen von Apps nach Betätigung eines Panic-Triggers ist noch nicht wieder verfügbar. Wer auf diese Funktion angewiesen ist, sollte die Aktualisierung daher vorerst aufschieben.
Quelle(n)
F-droid





