postmarketOS wird zu Nura: Linux-Projekt für Smartphones heißt jetzt anders

postmarketOS ist 2017 mit dem Ziel gestartet, Smartphones zehn Jahre lang nutzbar zu halten. Das auf Alpine Linux basierende Betriebssystem soll unterstützte Geräte auch dann weiter betreiben können, wenn deren Hersteller keine Updates mehr bereitstellen. Knapp ein Jahrzehnt später benennt das Projekt sich um: Auf seiner Konferenz am 27. September hat das Team angekündigt, dass postmarketOS künftig Nura heißt.
Nach Angaben der Entwickler ließ sich der alte Name neuen Nutzern nur schwer vermitteln. In vielen Sprachen war er schwer auszusprechen und zu behalten. Auch die Schreibweise sorgte für Verwirrung: Auf das kleingeschriebene "p" und "m" folgte ein großgeschriebenes "OS", weshalb Varianten wie "PostMarketOS" und "PostmarketOS" entstanden. Zudem vermittelte postmarketOS den Eindruck, dass die Software erst nachträglich auf einem bereits vorhandenen Smartphone installiert werde. PINE64 hat jedoch auch neue PinePhones mit vorinstalliertem postmarketOS verkauft.
Das Team suchte einen Namen, der sich leichter verwenden und als Marke schützen lässt. Bei der beschreibenden Bezeichnung postmarketOS sei das nicht möglich gewesen. Nach rund eineinhalb Jahren und mehr als 300 Vorschlägen fiel die Wahl auf Nura, einen Vorschlag des Community-Mitglieds Davide Depau. Eine Markenanmeldung ist eingereicht. Der Name leitet sich von "Nuraghe" ab, den jahrtausendealten Granitbauwerken auf Sardinien. Ihre Beständigkeit soll das Ziel des Projekts widerspiegeln, Geräte länger nutzbar zu machen.
Die Website ist unter nura.eco erreichbar. Die Endung ".eco" hat das Team wegen ihres Bezugs zur Ökologie gewählt. Das bekannte Logo mit den Pfeilen bleibt erhalten. Der Abstand zwischen den Pfeilen wurde leicht vergrößert, damit das Logo auch aus der Ferne besser erkennbar ist. In Teilen der Software kann weiterhin der Name postmarketOS auftauchen, während die Mitwirkenden die verbliebenen Verweise ändern.




