FBI warnt: Außerhalb der USA entwickelte Smartphone-Apps können Nutzerdaten gefährden

Das FBI hat eine öffentliche Warnmeldung veröffentlicht, in der US-Nutzer auf Datensicherheitsrisiken im Zusammenhang mit im Ausland entwickelten Mobile-Apps hingewiesen werden, mit besonderem Fokus auf Apps, die von in China ansässigen Unternehmen entwickelt und betrieben werden. In der am 31. März 2026 vom Internet Crime Complaint Center veröffentlichten Mitteilung heißt es, dass viele der am häufigsten heruntergeladenen und umsatzstärksten Apps in den Vereinigten Staaten von ausländischen Firmen betrieben werden und einige davon möglicherweise mehr Daten erfassen, als Nutzern bewusst ist.
Datenerfassung kann über die App selbst hinausgehen
Laut der Mitteilung des IC3 können manche Apps nach Erteilung entsprechender Berechtigungen weiterhin private Informationen vom gesamten Gerät erfassen und nicht nur dann, wenn die App geöffnet ist. Nach Angaben des FBI kann dies Kontaktdaten wie Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Nutzerkennungen und physische Adressen umfassen, die im Adressbuch eines Nutzers gespeichert sind. Die Behörde warnt zudem, dass dies sowohl Nutzer als auch Nichtnutzer betreffen kann, deren Daten auf dem Gerät gespeichert sind.
Die Warnmeldung verweist außerdem darauf, wo diese Daten landen könnten. Das FBI erklärt, dass in manchen Datenschutzrichtlinien von Apps angegeben werde, dass persönliche Informationen, einschließlich System-Prompts, so lange auf Servern in China gespeichert werden könnten, wie die Entwickler es für notwendig halten. Zudem wird darauf hingewiesen, dass manche Apps von Nutzern verlangen, einer Datenweitergabe zuzustimmen, bevor der Dienst überhaupt genutzt werden kann.
Warnung vor Malware
Das FBI stellt die Problematik in seiner Warnmeldung nicht nur als Frage der Datenschutzrichtlinien dar. Nach Angaben der Behörde können manche Apps auch Malware enthalten, die Daten über das hinaus erfasst, was der Nutzer ausdrücklich genehmigt hat. In der Beschreibung des FBI kann dies schädlichen Code, Backdoors und zusätzlich heruntergeladene Pakete umfassen, die den Zugriff auf das Gerät und die Daten eines Betroffenen erweitern sollen. Nach Angaben der Behörde ist das Risiko bei Apps höher, die von unbekannten Websites oder Drittanbieter-Stores heruntergeladen werden, während offizielle App-Stores dieses Risiko zwar verringern, aber nicht vollständig ausschließen.
Nutzern rät die Behörde, unnötige Datenfreigaben zu deaktivieren, Apps nur aus offiziellen Stores herunterzuladen, die Gerätesoftware auf dem aktuellen Stand zu halten und vor der Installation einer App die Nutzungsbedingungen oder Endnutzer-Lizenzvereinbarungen zu lesen. Das FBI empfiehlt außerdem, einen vermuteten Kompromittierungsfall oder verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit einer im Ausland entwickelten App über das IC3 zu melden, einschließlich Angaben wie App-Name, Gerätetyp, erteilte Berechtigungen und ungewöhnliches Verhalten nach der Installation.



