In einem Interview mit dem Magazin der Japanischen Gesellschaft für die Rechte von Autoren, Komponisten und Verlegern machte Nobuo Uematsu, der legendäre Musikschöpfer von Final Fantasy, deutlich, dass er kein Interesse daran hat, generative KI in seinem kreativen Prozess einzusetzen. Für ihn liegt die wahre Belohnung des Komponierens in der persönlichen Anstrengung und den Herausforderungen, die damit einhergehen.
Der 65-jährige Uematsu komponierte von 1987 bis 2000 die Musik für die ersten neun Haupttitel der Final Fantasy-Reihe und kehrte kürzlich zurück, um die Hauptthemen für die Final Fantasy 7 Remake-Trilogie aus dem Jahr 2020 neu zu interpretieren. In dem Interview erklärte Uematsu, dass er KI-Tools „nie benutzt hat und wahrscheinlich auch nie benutzen wird“.
Er führte aus, dass die Befriedigung, die Musikschaffen mit sich bringt, aus der Überwindung kreativer Hürden entsteht, und sagte: „Ich denke, dass etwas, das man selbst nach einiger Anstrengung und Mühe geschaffen hat, mehr Befriedigung bringt.“
Uematsu betonte außerdem, dass Zuhörer eine emotionale Verbindung zu dem menschlichen Element hinter der Musik und zum Komponisten herstellen – etwas, das KI seiner Ansicht nach grundsätzlich fehlt, da sie Werke ohne persönliche Geschichte oder emotionale Tiefe erzeugt.
Er fügte hinzu, dass die „instabilen und einzigartigen“ Nuancen, die Menschen bei Live-Aufführungen erzeugen, entscheidend zum Musikerlebnis beitragen – ein Aspekt, den KI nicht replizieren könne.
Im Hinblick auf die Entwicklung der Musik in Videospielen erklärte Uematsu, dass jede Generation zwar einen grafischen Qualitätssprung erlebt habe, die Weiterentwicklung des Audios jedoch weitgehend abgeschlossen sei, als Studios begannen, direkt aufgenommene Klänge in Spiele zu integrieren.
Uematsu ergänzte: „Darüber hinaus geht es wahrscheinlich um räumliches Audio. Final Fantasy X hat das Konzept des räumlichen Audios bereits umgesetzt, aber die Frage ist, wie stark die Nachfrage der Nutzer künftig sein wird. Ein weiterer Aspekt ist, wie reibungslos Musikübergänge gestaltet werden können. Das ist ein Bereich, in dem KI in Zukunft gute Dienste leisten könnte.“
Hideo Kojima, Schöpfer von Metal Gear Solid und Leiter von Kojima Productions, äußerte sich kürzlich ebenfalls zu KI und bezeichnete sie als potenziellen „Partner“ in der Spieleentwicklung. Dennoch betonte er, dass der kreative Kern weiterhin vom Menschen geführt werden müsse – ähnlich wie Uematsu es im Kontext des Komponierens beschreibt.
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