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Final-Fantasy-Publisher Square Enix kündigt Massenentlassungen nach Ausbau der KI-Nutzung an

Banner mit Final Fantasy-Spielen von Square Enix. (Bildquelle: Square Enix mit Bearbeitungen)
Banner mit Final Fantasy-Spielen von Square Enix. (Bildquelle: Square Enix mit Bearbeitungen)
Laut einem neuen Bericht schweben Arbeitsplätze bei Square Enix in Europa und den USA in Gefahr sind. Mehrere hundert Mitarbeiter in den Bereichen Marketing, Vertrieb und IT sind betroffen. Auch Stellen in der Qualitätssicherung stehen auf der Kippe, nachdem der Publisher angekündigt hat, den Einsatz generativer KI in der Spieleentwicklung auszuweiten.

Square Enix ist das jüngste Beispiel für große Spielepublisher, die ihre Belegschaft verkleinern. Der Entwickler der Final Fantasy-Reihe streicht Hunderte von Stellen in Großbritannien und den USA. Die Nachricht folgt auf das Versprechen des Unternehmens, den Einsatz generativer KI weiter auszubauen.

Laut Video Games Chronicle sprach Square-Enix-Präsident Takashi Kiryu in einer internationalen Videokonferenz über die Entlassungen. Zwar gibt es noch keine genauen Zahlen, doch bis zu 140 Mitarbeiter im Londoner Büro des Unternehmens könnten ihre Stellen verlieren. Betroffen sind vor allem Positionen in den Bereichen Marketing und IT an Standorten in Europa und den USA. Besonders stark könnte der Indie-Zweig von Square Enix (The Collective) unter den Kürzungen leiden.

VGC erwähnte außerdem, dass auch die Qualitätssicherung (Q&A) zu den Bereichen gehört, auf die der japanische Publisher mit den Entlassungen abzielt. Das könnte bei Spielern Alarmglocken läuten lassen – insbesondere nach einer weiteren jüngsten Ankündigung. Im aktuellen Finanzbericht des Unternehmens wurde nämlich dargelegt, dass dieser Teil der Spieleentwicklung künftig effizienter gestaltet werden soll.

Wie KI die Mitarbeiter von Square Enix ersetzen könnte

Square Enix hat sich mit dem Matsuo-Iwasawa-Labor der Universität Tokio zusammengeschlossen, um seinen Einsatz von generativer KI weiter auszubauen. Die Qualitätssicherung (Q&A) ist ein entscheidender Teil des Entwicklungsprozesses und bewertet, wie benutzerfreundlich ein Spiel ist. Künstliche Intelligenz soll künftig auch beim aufwendigen Bug-Testing unterstützen. Bis Ende 2027 hofft das Unternehmen, rund 70 % dieser Aufgaben automatisieren zu können.

Die Sorge der Mitarbeiter besteht darin, dass KI schrittweise menschliche Arbeitskräfte ersetzen könnte, um die Gewinne zu steigern. Auch Xbox Gaming hat stark in diese Technologie investiert, etwa mit Projekten wie Muse. Laut dem Unternehmen soll KI jedoch die Entwickler unterstützen, nicht verdrängen. Dennoch berichteten Mitarbeiter des zu Microsoft gehörenden Candy Crush Saga-Studios King, dass Kollegen aufgrund dieser Tools bereits entlassen wurden.

Square Enix hatte bereits 2024 in Europa und Nordamerika Entlassungen vorgenommen. Diese Maßnahmen reichten jedoch nicht aus, um die finanzielle Lage des Publishers nachhaltig zu verbessern. Der aktuelle Finanzbericht zeigt ein gemischtes Bild: Der operative Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6 %, während der Nettoumsatz um 23,7 % zurückging.

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Autor: Adam Corsetti,  7.11.2025 (Update:  7.11.2025)