Fortnite-Leaks: Epic Games einigt sich mit Ex-Mitarbeiter nach Klage

Epic Games hat sich in einer viel beachteten Klage gegen einen ehemaligen Auftragnehmer von Epic Games hinter verschlossenen Türen auf einen Vergleich geeinigt. Der Mann soll über einen X-Account Details zu kommenden Fortnite-Inhalten und Kooperationen geleakt haben. Im Mittelpunkt des Falls steht Hayden Cohen, der zuvor als Associate Producer an Fortnite gearbeitet hat.
Die Klage ist Anfang dieses Jahres bekannt geworden, nachdem Epic Games Cohen vorgeworfen hatte, vertrauliche Informationen zu Partnerschaften mit großen Marken und IPs vor offiziellen Ankündigungen weitergegeben zu haben. Die Leaks sollen Informationen zu Crossovern mit Minecraft, South Park, Overwatch, Peak, Ben 10 und verschiedenen weiteren Marken umfasst haben. Veröffentlicht hat er diese Leaks über seinen inzwischen nicht mehr aktiven Social-Media-Account @AdiraFNInfo, noch bevor Epic Games sie offiziell ankündigen konnte.
Damals hat Epic erklärt: "Heute haben wir rechtliche Schritte gegen einen ehemaligen Auftragnehmer eingeleitet, der wiederholt vertrauliche Partner-IP und Geschäftsgeheimnisse geleakt hat, die er während seiner Arbeit mit Epic erhalten hat. Wir erlauben das absolut nicht und werden weiterhin Maßnahmen ergreifen, wenn Mitglieder des Epic-Teams vertrauliche Informationen weitergeben. Das schadet unseren Partnern und erschwert es, großartige IPs in unsere Spiele zu bringen."
Wie GameFile berichtet, zeigen Gerichtsunterlagen aus North Carolina, dass sich beide Seiten inzwischen auf einen Vergleich geeinigt haben. Dieser umfasst eine dauerhafte Unterlassungsverfügung, die Cohen untersagt, "vertrauliche Informationen oder Geschäftsgeheimnisse von Epic zu besitzen, darauf zuzugreifen, sie zu nutzen oder offenzulegen" oder andere dabei zu unterstützen. Der Vergleich muss allerdings noch von einem Richter geprüft und abschließend genehmigt werden.
Epic-Sprecherin Natalie Munoz erklärt gegenüber GameFile:
Wir haben rechtliche Schritte gegen den ehemaligen Auftragnehmer eingeleitet, der wiederholt vertrauliche Partner-IP und Geschäftsgeheimnisse geleakt hat, die er während seiner Arbeit mit Epic erhalten hat. Wir haben das Gericht gebeten, der vereinbarten Unterlassungsverfügung zuzustimmen, damit er vertrauliche Informationen von Epic nicht erneut veröffentlichen oder weitergeben kann.
Auffällig ist, dass die Vereinbarung keinen Schadensersatz vorsieht, obwohl Epic in der ursprünglichen Beschwerde eine Entschädigung für Verluste und ungerechtfertigte Bereicherung gefordert hatte. Auf Nachfrage zur finanziellen Komponente der Beschwerde hat Epic keinen weiteren Kommentar abgegeben. Cohen hat ebenfalls nicht reagiert.
Cohen hatte sich auf X eine beträchtliche Reichweite aufgebaut, nachdem er wiederholt zutreffende Fortnite-Kollaborationen und Crossover geleakt hatte. Epic verlangt von Mitarbeitern allerdings die Unterzeichnung von NDAs, gegen die Cohen während seiner Arbeit mit dem Publisher verstoßen haben soll.










