Framework zerreißt Apples neuen Hardware-Leasingdienst Apple Upgrade

Apple hat offiziell das „Apple Upgrade“-Leasingprogramm für iPhone, Mac, Apple Watch und iPad gestartet. Wie zu erwarten war, sorgt der Dienst für viel Diskussion, da er einige klare Nachteile mit sich bringt. Framework gehört zu den Unternehmen, die mit Apple Upgrade wenig anfangen können, und macht daraus auch keinen Hehl. Framework bezeichnet Apple Upgrade etwas sarkastisch als eine neue Möglichkeit, „deinen Computer nicht mehr zu besitzen“.
Auch wenn sich Frameworks Beschreibung von Apples Leasingmodell diskutieren lässt, steht die Kritik im Einklang mit der grundsätzlichen Ausrichtung des Unternehmens. Die gesamte Marke Framework basiert auf der Idee, dass Nutzer die von ihnen gekaufte Hardware tatsächlich besitzen und frei damit umgehen können.
Framework-Computer wie der als Konkurrenz zum MacBook Pro positionierte Framework Laptop 13 Pro lassen sich in einem Umfang anpassen und aufrüsten, der bei kaum einem anderen Notebook möglich ist. Dies steht im deutlichen Gegensatz zu Apple, das die Hardware-Erfahrung stark kontrolliert und nicht vorsieht, dass Nutzer ihre Geräte selbst verändern.
Ein Beispiel dafür sind Geräte wie das MacBook Air, das praktisch nicht aufrüstbar ist. Wer mehr Arbeitsspeicher, zusätzlichen Speicherplatz, mehr Leistung oder andere Hardwareverbesserungen benötigt, muss daher ein neues MacBook kaufen. Genau dieses Konzept passt zu einem Dienst wie Apple Upgrade – steht aber direkt im Gegensatz zu dem, was Framework seinen Kunden verspricht.
Andere Unternehmen könnten Apples Beispiel folgen
Ein weiterer Kritikpunkt an Apple Upgrade ist, dass der Dienst andere Unternehmen dazu bewegen könnte, ähnliche Modelle einzuführen. In der Vergangenheit zeigte sich mehrfach, dass sich Hersteller an Apple orientieren, sobald das Unternehmen eine bestimmte Entwicklung im Markt etabliert. Beispiele dafür sind der Wegfall des 3,5-mm-Kopfhöreranschlusses bei Smartphones sowie die Abschaffung von Ladegeräten, die früher standardmäßig in Smartphone-Verpackungen enthalten waren.
Ähnliches könnte nun auch bei Apple Upgrade passieren. Microsoft und Sony könnten das Leasingmodell als Vorlage nutzen und zukünftige Geräte wie die nächste Sony PS6 oder die Xbox Helix über ein Abo- beziehungsweise Leasingmodell anbieten.
Da die kommenden Konsolen voraussichtlich teurer als die aktuellen PS5- und Xbox-Series-Modelle sein werden, könnte ein Leasingprogramm mit niedrigen monatlichen Kosten Herstellern helfen, zunächst viele Geräte zu verkaufen. Nun bleibt abzuwarten, ob Apple Upgrade erfolgreich sein wird und welche anderen Unternehmen Apples Beispiel folgen werden.
Quelle(n)
Framework auf X, Quelle des Teaser-Bildes: Nandeperin auf Unsplash




