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GPD G1 mit AMD Radeon RX 7600M XT getestet: Die eGPU hat zwei große Probleme!

GPD G1- AMD Radeon RX 7600M XT
GPD G1- AMD Radeon RX 7600M XT
Wer mit der 3D-Leistung seines Gaming-Handhelds oder Mini-PCs nicht zufrieden ist, kann mit dem GPD G1 hier für spürbar mehr Leistung sorgen. Die Voraussetzung hierfür ist jedoch ein USB-4- oder ein OCuLink-Anschluss.

Kompakte PCs oder auch die beliebten Handheld-Spiele-PCs sind aktuell sehr gefragt und haben ein Problem. Die geringe 3D-Leistung schränkt die Grafikpracht bei modernen Spielen spürbar ein. Doch platztechnisch ist es nicht möglich, eine starke Grafikkarte in solch ein Gerät mit unterzubringen. Über moderne Anschlüsse wie USB4 oder OCuLink können die Nutzer die 3D-Performance spürbar erhöhen. Bekannt sind hier die sogenannten eGPU-Docking-Stations, welche mit herkömmlichen Desktop-Grafikkarten bestückt werden können. Mit dem GPD G1 haben wir uns kürzlich eine deutlich kleinere Lösung angeschaut. Das sinnvollste Feature ist, dass man die GPD G1 eGPU auch via OCuLink anschließen kann. Gegenüber USB4 kann somit die Übertragungsrate deutlich erhöht werden, was für den Betrieb von einer externen Grafikkarte einen deutlichen Vorteil mit sich bringt.

Als Grafikchip verbaut GPD im G1 eine AMD Radeon RX 7600M XT, welcher technisch einer AMD Radeon RX 7600 sehr ähnelt. Aufgrund der geringeren Leistungsaufnahme kann man hier aber nicht mit der gleichen Leistung des Desktop-Pendants rechnen. Im Test konnten wir durchweg einen spürbaren Leistungszuwachs im Vergleich zu einer iGPU verzeichnen. Wer die Möglichkeit hat, die GPD G1 über OCuLink anzuschließen, sollte diese Verbindung immer vorziehen. Die höhere Bandbreite der Schnittstelle gegenüber der USB-4-Schnittstelle sorgt für deutlich mehr Leistung. In Verbindung mit dem Minisforum UM780 XTX konnten wir hier den direkten Vergleich grafisch darstellen.

Mit zwei großen Kritikpunkten hat die GPD G1 derzeit zu kämpfen. Da wäre zum einen der Preis, welcher mit aktuell rund 700 Euro vor Steuern recht hoch ist und zum anderen wäre da die Lautstärke unter Last, welche sich nicht schönreden lässt. Immerhin gibt es von GPD noch eine Art Silent-BIOS, welche die Standard-Leistung der eGPU auf 80 Watt limitiert. Mitunter kann man auch ein Performance-BIOS aufspielen, welches der eGPU dann bis zu 120 Watt einräumt. Letzteres wird der Lautstärke unter Last sicherlich nicht entgegenkommen.

Hier geht es zum Testbericht der GPD G1.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2023-12 > GPD G1 mit AMD Radeon RX 7600M XT getestet: Die eGPU hat zwei große Probleme!
Autor: Sebastian Bade, 11.12.2023 (Update: 11.12.2023)