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GameStop schließt Anfang 2026 über 410 US-Filialen – 35-Milliarden-Dollar-Aktienpaket für CEO sorgt für massive Empörung

Ein Bild einer GameStop Filiale. (Bildquelle: GameStop auf X)
Ein Bild einer GameStop Filiale. (Bildquelle: GameStop auf X)
GameStop plant, bis Anfang 2026 weitere 295 bis 410 US-Filialen zu schließen. Damit würden auf die 590 Schließungen im Jahr 2024 zusätzliche Einschnitte folgen. Die Maßnahmen sind Teil einer laufenden „Optimierung des Filialportfolios“, die auch einen Rückzug aus internationalen Märkten umfasst. Für wachsende Kritik sorgt der Sparkurs vor allem seit bekannt ist, dass CEO Ryan Cohen leistungsabhängige Aktienvergütungen im Wert von bis zu 35 Milliarden US-Dollar erhalten könnte – vorausgesetzt, das Unternehmen erreicht ambitionierte Ziele bei Marktkapitalisierung und Gewinnentwicklung. Die Kombination aus massiven Filialschließungen und potenziell rekordhoher CEO-Vergütung hat den öffentlichen Gegenwind zuletzt deutlich verstärkt.

GameStop schließt Berichten zufolge hunderte Filialen in den Vereinigten Staaten. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass rund 295 bis 410 Standorte im ersten Quartal 2026 geschlossen werden sollen. Nicht eingerechnet sind dabei die 590 Filialen, die bereits im vergangenen Jahr aufgegeben wurden.

Gleichzeitig erhielt der CEO von GameStop laut Reuters leistungsabhängige Aktienoptionen, deren Wert auf rund 35 Milliarden US-Dollar geschätzt wird – vorausgesetzt, das Unternehmen erreicht ambitionierte Zielmarken von über 100 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung sowie etwa 10 Milliarden US-Dollar Netto-EBITDA.

Ryan Cohen übernahm im September 2023 den Posten des CEO und ist zugleich der größte Anteilseigner des Unternehmens. Ein festes Gehalt oder garantierte Bonuszahlungen erhält er nicht. Stattdessen ist seine Vergütung vollständig an das Erreichen bestimmter Leistungskennzahlen gekoppelt.

Hinweise auf die jüngste Schließungswelle tauchten zunächst in sozialen Netzwerken auf und wurden anschließend auf Websites wie der „GameStop Closing List“ sowie im offiziellen GameStop Subreddit zusammengetragen (inzwischen von Moderatoren entfernt). Die Berichte listen sowohl bestätigte Schließungen als auch Gerüchte über weitere Filialaufgaben in Bundesstaaten wie New York und Connecticut auf.

Aktuellen Meldungen zufolge haben unter anderem Standorte in der Enfield Square Mall in Connecticut sowie in der Lenox Square Mall in Georgia Anfang Januar geschlossen. Ehemalige Mitarbeiter zeigen sich entsprechend frustriert, da die Entlassungen auf eine SEC-Einreichung vom Februar 2025 folgen. Darin heißt es unter anderem:

Wir haben außerdem eine umfassende Überprüfung zur Optimierung unseres Filialportfolios eingeleitet. Dabei identifizieren wir Standorte für eine mögliche Schließung anhand zahlreicher Faktoren, darunter die Bewertung der aktuellen Marktlage und der individuellen Filialleistung.

Diese Überprüfung führte im Geschäftsjahr 2024 unter anderem zur Schließung von 590 Filialen in den USA. Da der Prozess weiterhin andauert und noch keine konkrete Liste weiterer Standorte feststeht, rechnet das Unternehmen damit, im Geschäftsjahr 2025 eine erhebliche Anzahl zusätzlicher Filialen zu schließen.

Zur Einordnung: Das Geschäftsjahr 2025 von GameStop endet am 31. Januar 2026. Damit zeichnen sich weitere Einschnitte ab – für ein Unternehmen, das noch vor wenigen Jahren als erste Anlaufstelle für Videospiele galt.

Auch international fährt GameStop seine Präsenz zurück. Das Unternehmen hat sein Italien-Geschäft verkauft und Filialen in Deutschland, Irland, der Schweiz und Österreich geschlossen. Zudem ist geplant, das Kanada-Geschäft zu veräußern. Derzeit kursieren außerdem Gerüchte, dass GameStop auch einen Rückzug aus Neuseeland erwägt, wo aktuell 38 Filialen betrieben werden.

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Autor: Rahim Amir Noorali, 11.01.2026 (Update: 11.01.2026)